"Bürgerarbeit als Chance"

Ziel: langzeitarbeitslose Menschen wieder integrieren

Langenhagen/Wedemark. „Bürgerarbeit ist natürlich eine Herausforderung an die Verwaltung der Stadt Langenhagen“, erklärt der CDU-Regionsabgeordnete Andreas Friedrich, „aber eine, die die Stadt gut packen kann!“
Friedrich spricht sich dafür aus, dass die Stadt Langenhagen den Modellversuch „Bürgerarbeit“ für Langzeitarbeitslose nutzen soll. Denn: „Zum Nutzen der Stadt und zum Nutzen ihrer langzeitarbeitslosen Bürgerinnen und Bürger muss diese Chance genutzt und alle bürokratischen Hürden aus dem Weg geschafft werden!“
Durch die Bürgerarbeit werden langzeitarbeitslose Menschen wieder in das Arbeitsleben integriert und die Stadt hat die Chance, wieder Arbeiten zu erfüllen, die sonst unerledigt bleiben. "Bei der Stadtverwaltung und ihren Einrichtungen wie den Kindergärten gibt es genug zu tun, so Friedrich."
Für die Region Hannover sind 700 Plätze vorgesehen. Die Plätze dürften schnell vergeben sein. „Ich habe die Befürchtung, es geht so zu wie beim Windhundverfahren, wer zu erst kommt, der bekommt mehr.“
Mehr als drei Jahre werden Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Arbeiten eingesetzt. Die Teilnehmer erhalten 900 Euro pro Monat, dafür sollen sie 30 Stunden arbeiten. Wichtig, die monatliche Sozialversicherung von 180 Euro kommt dazu. „Wir müssen den Menschen bei längerer Arbeitslosigkeit das Gefühl geben, dass sie gebraucht werden.“ Viele von ihnen hätten auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance.
Hinzu komme das Problem, dass sie auf dem Arbeitsmarkt keine Beschäftigten verdrängen dürfen. Friedrich empfindet diese Situation als Gratwanderung. Wer mit offenen Augen durch die Stadt gehe, sehe, dass genug Arbeit da sei, aber sie könne nicht bezahlt werden.