Bürgerbeteiligung zum Bahnlärm

Caren Marks ruft zur Teilnahme auf

Region. Nach einer im Jahr 2002 von der Europäischen Union beschlossenen Richtlinie zur Bekämpfung von Umgebungslärm an Bahnstrecken ermitteln derzeit alle EU-Staaten Lärmdaten für eine effektive Lärmaktionsplanung. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks mitteilt, führt das Eisenbahnbundesamt dazu eine Bürgerbeteiligung durch.
Mit einer großen Online-Umfrage hat das in Deutschland zuständige Eisenbahn-Bundesamt (EBA) in einer ersten Phase Daten über die Lärmbelastungen an Schienenwegen außerhalb von Ballungsräumen ermittelt. Bis 15. Dezember führt das EBA die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung durch. Bürger, Lärmschutzvereinigungen und Kommunen, die von Schienenlärm betroffen sind, haben nun die Möglichkeit, eine Rückmeldung zur ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, zum bereits veröffentlichten Pilot-Lärmaktionsplan Teil A und zu vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen zu geben.
Auf der Beteiligungsplattform des EBA (www.laermaktionsplanung-schiene.de) steht zu diesem Zweck ein Fragebogen zur Verfügung, der online ausgefüllt oder auch ausgedruckt und auf dem Postweg eingeschickt werden kann. Die Ergebnisse der zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung werden als Auswertungen in den Pilot-Lärmaktionsplan Teil B einfließen.
Auch dieser Plan enthält noch keine konkreten Maßnahmen sondern stellt die politische Betätigung den konkreten Bedürfnissen gegenüber. Daher ruft Caren Marks alle von Schienenlärm Betroffene auf, sich hier zu beteiligen. "Nur wenn wir die einzelnen Bedürfnisse erfassen, kann dann in der Folge der eigentliche Aktionsplan mit konkreten, bedarfsgerechten Maßnahmen erstellt werden", erklärt die Abgeordnete.