Bürgermeister planen "Bildungsachse"

Sind optimistisch, was ihre Zusammenarbeit angeht: Tjark Bartels (links) und Friedhelm Fischer.Foto: O. Krebs

Volkshochschule: Langenhagen und Wedemark wollen zusammengehen

Langenhagen/Wedemark (ok). Kommt es zum Schulterschluss zwischen der Wedemark und Langenhagen in Sachen Volkshochschule? Die Zeichen stehen nach Aussage der beiden Verwaltungschefs Friedhelm Fischer und Tjark Bartels jedenfalls gut, erste Sondierungsgespräche sind bereits über die Bühne gegangen. In trockenen Tüchern ist allerdings noch nichts, aber aus den politischen Lagern beider Kommunen habe es bereits positive Signale gegeben. Jetzt soll's ins Detail gehen. Tjark Bartels betont, dass er mit der vhs Hannover Land keinen Zwist habe, die Zusammenarbeit gut sei. Das Thema der "sozialpolitischen Ausrichtung" hätten die Verhandlungspartner durchaus in den Griff bekommen können. Ein riesengroßes Problem sei aber die Verkehrsanbindung. Bartels: "Der Gebietszuschnitt passt nicht, läuft quer zu den Verkehrsachsen." Dazu kommen, dass der Schwerpunkt der Veranstaltungen in Garbsen, Wunstorf oder Neustadt mit insgesamt 140.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angeboten werde, nicht in der Wedemark oder in Burgwedel für rund 50.000 Frauen und Männer. Der Weg nach Langenhagen sei extrem kurz; es existiere eine starke S-Bahn-Trasse mit dem Neubaugebiet Weiherfeld mit bald 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Mitte. Über VHS-Angebote im Niet Hus in Kaltenweide wird ja in der Politik bereits nachgedacht. Von einer möglichen Zusammenarbeit versprechen sich die beiden Bürgermeister viel; die Angebotsvielfalt soll erhöht werden. Und was die Kosten angeht: Etwa 120.000 Euro zahlt die Wedemark nach Auskunft von Bartels jährlich in den Zweckverband ein, teurer soll es auf keinen Fall werden, eher billiger. Aber wegen der unterschiedlichen Strukturen seien die beiden VHS-Konstrukte nicht vergleichbar. Auch Langenhagen sieht Vorteile bei einer Zusammenarbeit, bei der dann insgesamt 80.000 statt bisher 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Bildungsangeboten versorgt würden: "Wenn die Kurse besser ausgelastet sind, kommt das allen zu Gute", sagt Friedhelm Fischer, der auf Synergieeffekte hofft. Bis es zu dem angedachten Verbund kommt, fließt aber noch viel Wasser die Wietze herunter. Kündigungsfristen müssen eingehalten werden, nächster möglicher Termin wäre Juni kommenden Jahres; der Austritt wäre Ende 2015. Fazit: Alles deutet auf den Schulterschluss hin, bei dem es eine "qualitative Verbesserung des Bildungsangebotes fürs gleiche Geld" geben soll.