Die Ex- und-Hopp-Mentalität

Tauschten sich über die Situation im Tierheim Krähenwinkel aus: Tierpflegerin Sandrina Knie (links) und Caren Marks. (Foto: D. Lange)

Caren Marks beim Praktikum im Tierheim in Krähenwinkel

Langenhagen (dl) Caren Marks, die Zuhause selbst eine Katze hat, hospitierte zu Beginn ihrer sommerlichen Praktikumsreise einen Vormittag lang im Tierheim Hannover in Krähenwinkel. Nicht nur, um einen Einblick in den Alltag eines Tierpflegers zu bekommen, sondern auch, um sich ein Bild zu machen über die Situation in dieser Einrichtung und dessen Rolle in der Gesellschaft, deren Ex- und Hopp-Mentalität auch vor Tieren nicht halt macht. Die Tierpfleger können ein Lied davon singen. Über kranke oder verhaltensauffällige Hunde oder Katzen, die falsch behandelt und oftmals als Kindersatz herhalten mussten und dann über kurz oder lang wieder ausgesetzt wurden, weil sie nicht mehr gewollt oder gebraucht werden. Einhellig verurteilen sie daher vor allem den zunehmenden Tierhandel über Auktionsportale im Internet. Die Tierpflegerin Sandrina Knie, an deren Seite Caren Marks als ihre Assistentin die täglich anfallenden Routinearbeiten erledigte, sagte dazu: „Der eigentliche Wert des Tieres und damit auch die Verantwortung dafür geht auf diese Weise völlig verloren“. Eine rechtliche Handhabe mit Ausnahme des Tierschutzgesetzes gegen derartige Praktiken gibt es leider noch nicht. Sandrina Knie, und für einen Tag auch ihre Assistentin auf Zeit, Caren Marks, ist zuständig für das Hundehaus 2 im Tierheim. Zu ihrer täglichen Routine gehört nicht nur das Füttern der Tiere und das Reinigen der Boxen, sondern auch das Arbeiten mit den Tieren. Sie unternimmt mit den Hunden tägliche Trainingsgänge, um deren Verhalten an der Leine oder auch die Begegnung mit anderen Hunden oder Menschen zu trainieren. Darüber hinaus gehört auch das Vermittlungsgeschäft zu ihren Aufgaben. Dabei sei es wichtig, die künftigen Besitzer ausführlich zu beraten, denn „Hund und Mensch müssen zusammen passen“, sagt Knie.