Ein "Freiburg" fürs Museum

Hilda Ziebritzki und Bernd Schmitz vor dem Prachtstück.Foto: O. Krebs

Bernd Schmitz holt Luxusgerät fürs Radiomuseum aus Langenhagen

Wedemark/Langenhagen (ok). Das Radio- und Fernsehmuseum des Bissendorfers Bernd Schmitz (das ECHO berichtete) hat Zuwachs bekommen. Der Sammler hat jetzt gerade ein Saba Freiburg 3 DS Automatik aus Langenhagen abgeholt; ein Gerät, das in den Jahren 1954 bis 1956 hergestellt worden ist. "Das war zur damaligen Zeit ein echtes Luxusgerät, fast unerschwinglich", erzählt Kenner Schmitz. Der Preis lag nämlich bei rund 700 D-Mark, das waren in den Anfangsjahren des Wirtschaftswunders mehr als zwei Monatsgehälter. Kein Wunder, dass deshalb lediglich 10.000 Exemplare dieser Marke fabriziert worden sind. Das Saba-Gerät hatte auch eine Ausstattung vom Feinsten; war das erste Radiogerät, das mit einer für heutige Verhältnisse überdimensionalen Fernbedienung gesteuert werden konnte. Das "Freiburg" hatte einen Motorsuchlauf für die Sender sowie sechs Lautsprecher im Monoradio und eine doppelte Endstufe. Das garantierte einen sehr vollen Empfang.
Bernd Schmitz freut sich, dass das Gerät in einem Top-Zustand ist und will sich gleich an die Arbeit des Restaurierens machen. In etwa zwei Monaten soll es dann in seinem Radio- und Fernsehmuseum in Bissendorf stehen, unter anderem neben Volksempfängern und anderen Saba-Radiogeräten. Und auch Hilda Ziebritzki ist froh, dass das Lieblingsstück ihres verstorbenen Ehemannes in so verantwortungsvolle Hände kommt. "Das hat mein Emil gehegt und gepflegt. Da durfte kein Staubkorn drauf sein", erinnert sich die Witwe, die Bernd Schmitz nach einem Aufruf im ECHO im März angerufen hat.
Bernd Schmitz ist immer auf der Suche nach gut erhaltenen Liebhaberstücken, würde sich über einen Anruf unter der Telefonnummer (05130) 87 51 sicherlich freuen. Und wer sich einmal im Museum an der Burgwedeler Straße 5 umsehen möchte, kann ihn gern anrufen.