Eine Menge Innovationen bei Phoenix

Geschäftsführer Stephan Lichtenheldt (Mitte) machte die Akribie deutlich, die im Umgang mit Medikamenten notwendig ist. (Foto: O. Krebs)

Wirtschaftsklub besuchte „Leuchtturm“-Standort in Hannover

Langenhagen (ok). Er gilt als der „Leuchtturm des Nordens“ unter den Standorten der Phoenix-Gruppe. Denn in Hannover würden eine Menge Innovationen beim Pharma-Großhandel auf den Weg gebracht. Die Dependance des europaweit agierenden Unternehmens macht einen Nettoumsatz von 319 Millionen Euro. Beschäftigt werden insgesamt 110 Mitarbeiter. Der Wirtschaftsklub hat sich jetzt auf Initiative des Apothekers Carsten Lambrich an der Dornierstraße umgesehen. Und waren beeindruckt vom Automatisierungsgrad des Marktführers in Sachen Apotheken-Großhandel. Die so genannte Automatisierungsquote liege bei etwa 64 Prozent; der Rest werde noch von Hand verpackt. Rund 300.000 zugelassene Arzneimittel gebe es in Deutschland; etwa 87.000 Artikel lagerten bei Phoenix; 68.000 Packungen gehen jeden Tag raus, müssen an die Apotheken im nördlichen Niedersachsen verteilt werden. 419 Kunden, etwa vier Kunden pro Tag, werden bedient. Von Soltau bis Seesen, von Stadthagen bis Havelberg in Sachsen-Anhalt. Eine neue Herausforderung kommt auf den Apotheken-Versandhandel ab Februar 2019 zu. Um ein Eindringen von Fälschungen in die Lieferkette zu verhindern, müssen Chargen genau verfolgt werden. Arzneimittel sind eben ein besonderes Gut, das besondere Aufmerksamkeit verdiene. Denn die Wirkungen würden oft unterschätzt, so Phoenix-Geschäftsführer Stefan Eck. Gebe es pro Jahr rund 4.000 bis 6.000 Verkehrstote, so liege die Zahl der Todesfälle wegen der Wechselwirkungen von Medikamenten bei 30.000. Gerade Betäubungsmittel (BTM) seien ein hochsensibles Thema. So gingen bei Phoenix etwa 5.700 Aufträge in Sachen BTM im Monat ein.