"Ergebnis, mit dem ich gut leben kann"

Tauschten sich intensiv über Wirtschaft und Fußball aus: Horst Heldt (links) und Andreas Pralle. (Foto: O. Krebs)

96-Manager Horst Heldt beim "Wirtschaftsverband "Die Familienunternehmer"

Region Hannover (ok). "Ich habe immer auf die falschen Pferde gesetzt. Das begleiitet mich die ganze Saison", sagte 96- Manager Horst Heldt beim Rückblick auf den Renntag auf der Neuen Bult und hatte damit natürlich die Lacher auf seiner Seite. Der frühere Profi stand beim "Early Talk" mit dem Regionalvorsitzenden des Wirtschaftsverbandes "Die Familienunternehmer", dem Langenhagener Andreas Pralle, Rede und Antwort. Dem Regionalikreis der Hannover-Region gehören etwa 200 Mitglieder an, die sich regelmäßig austauschen. Die Wechselabsichten Heldts nach Wolfsburg und die Absage des Klubpräsidenten Martin Kind, weil keine Einigung erzielt werden konnte, waren natürlich auch Thema des Gesprächs. Und so manch einer wird Horst Heldt nicht abgenommen haben, dass das "ein Ergebnis ist, mit dem ich gut leben kann." Doch Horst Heldt betonte noch einmal, dass ein Wechsel ausgeschlossen sei, er auch in der nächsten Saison den Posten des Managers bei den Roten bekleiden werde. Obwohl er natürlich nicht in die Glaskugel schauen könne. Der gelernte Kfz-Mechaniker sieht viele Parallelen zwischen Wirtschaft und Fußball. Kommunikation ergebe einen Mehrwert, die Kunst zu führen müsse beherrscht, Menschen begeistert werden. Heldt verglich das mit dem Bau einer Kathedrale: Jeder liefere einen Stein für das Fundament. " Horst Heldt, der beim VfB Stuttgart den direkten Aufstieg vom Spieler zum Manager schaffte: "Wir müssen hinter die Fassade der Spieler schauen, etwas über ihre Familien wissen. Das ist sehr, sehr wichtig." Kontinuität sei auch eine grundsätzliche Voraussetzung, um erfolgreich arbeiten zu können. Allerdings sei Fußball ein schnelllebiges Geschäft. Der Fußball stehe und funktioniere auch immer mit den Menschen, die ihn begleiten. Die Werte des Fußballs dürften allerdings nicht verloren gehen, und er müsse bezahlbar bleiben. Einen Ausschluss der Ultras sieht Heldt daher nicht als sinnvoll an, sie würden ihre Bühne sonst vielleicht außerhalb des Stadions oder in einem anderen Block finden.Es müsse einen gemeinsamen Weg, ein Miteinander geben.