Franca an Tuberkulose erkrankt

Region Hannover. Der brasilianische Mittelfeldspieler Franca wird
Hannover 96 mehrere Monate fehlen. Die behandelnden Ärzte in Hannover
haben bei ihm die bakterielle Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC)
diagnostiziert. Dieser Befund wurde dem Gesundheitsamt der Region
Hannover auch unverzüglich vom behandelnden Klinikum mitgeteilt. Um
eine Verbreitung der ansteckenden Infektionskrankheit zu verhindern,
ermittelt das Gesundheitsamt nun die engen Kontaktpersonen des
96-Profis. Die Mannschaft wurde vor ihrem Nachmittagstraining
umfassend über die Erkrankung ihres Mitspielers, der momentan
stationär auf einer Spezialstation für Infektionskrankheiten im
Klinikum Oststadt-Heidehaus behandelt wird, informiert.
"Die Infektionsquelle ist mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht im
Umfeld der Mannschaft und auch nicht in Hannover zu suchen", betont
die Leiterin der Tuberkulose-Beratungsstelle der Region Hannover,
Helga Heykes-Uden. "Die Krankheit bricht frühestens vier Monate nach
der Infektion aus." Franca kam am 11. Januar mit dem Flugzeug
aus Brasilien kommend in Hannover an. Übertragbar wird Tuberkulose
erst nach Ausbruch der Krankheit - wer sich nur infiziert hat, kann
keine weiteren Menschen anstecken. Eine Tuberkuloseinfektion führt
nur in etwa zehn Prozent der Fälle zu einer Erkrankung.
"Für Franca tut es mir wahnsinnig leid. Das Wichtigste ist jetzt
zunächst einmal, dass er wieder gesund wird. Wir wünschen ihm beste
Genesung und wissen ihn bei den behandelnden Ärzten in guten Händen",
erklärt Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport von Hannover 96. "Nach
entsprechender Behandlung wird er nach Auskunft der Ärzte seine
Karriere als Fußballprofi uneingeschränkt fortsetzen können. Das ist
wichtig und eine gute Nachricht - für den Spieler und für uns."

Hannover 96 steht mit den behandelnden Ärzten und den
eingeschalteten Behörden in engem Kontakt. "Wo wir unterstützend
tätig sein können, tun wir das", so Jörg Schmadtke. Grundsätzlich war
auch die umfassende Information und Aufklärung der Mannschaft über
die Erkrankung durch unseren Internisten Dr. Klaus Schallhorn von
hoher Bedeutung.

"Wir alle wünschen Franca gute Besserung", sagt Cheftrainer Mirko
Slomka. "Ich habe ihn in den ersten Wochen als Spieler mit einer
tollen Einstellung kennengelernt, der sich von diesem Rückschlag
erholen wird."