„Jeder Blutspender ist ein Held“

Neunter Weltblutspendertag am 14. Juni

Der Weltblutspendertag findet seit 2004 traditionell am 14. Juni, dem Geburtstag vom Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen, Karl Landsteiner, statt. Er soll die Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig freiwillige und unentgeltliche Blutspenden sind. Am Weltblutspendertag informieren die Blutspendedienste des DRK national, regional und lokal auf zahlreichen Veranstaltungen über die bedeutende Arbeit des DRK und die Dringlichkeit des regelmäßigen Blutspendens.
Warum sind Blutspenden so wichtig?
Gespendetes Blut wird jeden Tag benötigt – ob für Unfallopfer, Transplantations- oder Krebspatienten. Viele haben nur eine Chance aufs Weiterleben, wenn sie Blutpräparate erhalten. Blut kann nicht künstlich hergestellt, sondern nur vom Körper selbst gebildet werden. Aus Blutspenden hergestellte Blutpräparate sind nur begrenzt lagerfähig, deshalb muss kontinuierlich für Nachschub gesorgt werden. Die Bedeutung der Blutspende kann man daher nicht hoch genug einschätzen. Jeder sollte sich dabei vor Augen halten, dass man durch einen Verkehrsunfall oder eine schwere Erkrankung auch plötzlich in die Situation kommen kann, auf das Blut anderer angewiesen zu sein.
Was müssen die Blutspender beachten?
Grundsätzlich müssen die Spenderinnen und Spender sich gesund fühlen, mindestens 50 Kilogramm wiegen und volljährig sein. Vor der Spende werden mit einem Fragebogen Details zur gesundheitlichen Vorgeschichte der Spenderin bzw. des Spenders ermittelt. Anschließend folgt ein Gespräch mit dem anwesenden Arzt, der den individuellen Gesundheitszustand des Spendewilligen überprüft und vorher seine Einwilligung zur Blutspende abgeben muss. Zum Schutz der Spenderinnen und Spender müssen zwischen jeder Blutspende mindestens acht Wochen liegen, Frauen dürfen bis zu vier Mal, Männer bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden. Großer Vorteil für alle Spenderinnen und Spender: Jede Blutspende wird im Labor auf Blutgruppe und Infektionskrankheiten (zum Beispiel Hepatitis-A, -B, -C und HIV) untersucht – wird dabei Auffälliges festgestellt, werden die Spenderinnen und Spender unverzüglich informiert.
Der 14. Juni ist nicht nur in Deutschland der Tag der Blutspende und der Blutspender. Weltweit engagieren sich Institutionen wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und die Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) am 14. Juni für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung von Blutspenden.
Weitere Informationen, detaillierte Auskünfte zur Blutspende sowie zu den aktuellen Blutspendeterminen sind unter der kostenlosen Spender-Hotline (0800) 11 949 11 oder im Internet unter www.blutspende.de abrufbar.