Kinder waren Hauptdarsteller

Spielszene im letzten Match um Sieg und Platz. Foto: E. A. Nebig

Lions-Benefiz-Polo-Wettkämpfe in Maspe zu Gunsten behinderter Kinder

Kaltenweide/Wedemark (ne). Die Wedemark Lions unter der derzeitigen Leitung von President Dieter Müller und der Niedersächsische Polo Club veranstalteten am vergangenen Wochenende in enger Zusammenarbeit unter dem Motto: “Lions Polo & Kids“ zum achten Mal ein “50/50 Benefiz-Polo-Turnier“; um den „Fifty-Fifty-Cup“. 50/50 bedeutet, dass jeweils die Hälfte der Mannschaften aus Amazonen bestand. Den Pokal errang die gastgebende Mannschaft des Niedersächsischen Polo-Club mit Präsident Wolfgang Kailing im Sattel beim spannenden Finale mit 6:5 im letzten Chukker gegen das Team PC-Brandenburg-Berlin. Bei den Match ging es buchstäblich um die Wurst, denn immer wieder holten die Berliner auf.
Der noch nicht feststehende Reinerlös der Bewirtungen sowie die Höhe der zahlreichen Spenden bei den zweitägigen Reiterwettkämpfen um den wertvollen Fifty-Fifty-Cup 2010 auf dem schönsten Polo-Spielfeld Deutschlands in Maspe wird für soziale Kinder-Hilfen verwendet. Die Veranstalter werden vor allem wieder das heilpädagogische Voltigieren der Schule Unter den Eichen in Mellendorf fördern!
Es waren wieder rasante Begegnungen bei dem aus Asien stammenden „Spiel der Könige“. Unter dem Motto des Lions-Club-Wedmark: “Lions, Polo & Kids“ traten sechs Polo-Teams aus Niedersachsen, Berlin-Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im KO-Verfahren gegeneinander an. Moderiert wurden die Wettkämpfe überwiegend vom Präsidenten des ausrichtenden Clubs, Wolfgang Kailing, wenn er nicht im Sattel saß und im 1. Team Blau-Weiß des Niedersächsischen Polo Club als die Nummer 4 mitkämpfte. Moderator Hugh Pierson, bekannt als “Voice of England“ stand diesmal nicht ständig zur Verfügung! Er war ebenfalls als versierter Spieler auf dem Platz und kämpfte als Aktiver im Team Timmendorfer-Strand mit Bravour als die Nummer 3 mit. Im Sinne des Leitgedankens der weltweiten Lions-Organisation: „We serve – wir dienen“, ging das Turnier mit Kinder-Beiprogramm auf einem etwas verkleinertem Spielfeld für einen guten Zweck über die Bühne.
Die Sportleitung des Turniers hatte Club-Präsident Wolfgang Kailing, im Zivilberuf Chiro- und Heilpraktiker. Die zahlreichen Zuschauer – wesentlich mehr als in den vergangenen Jahren, erlebten an beiden Turniertagen spannende Chukker (das sind vier Spielabschnitte zu je 7,5 Minuten; sie ergeben mit Zwischenpausen zum vorgeschriebenen Pferdewechsel ein Match) um Sieg und Platz.
Hauptdarsteller waren aber die Kinder! Der für die Öffentlichkeitsarbeit der Wedemark-Lions zuständige Uwe Kempen, kümmerte sich um das Beiprogramm, das er für die Kinder rund um den Polo-Sport zusammengestellt hatte. Sie durften wie beim Polo Vierer-Mannschaften bilden, allerdings nur zu Fuß, aber mit Handicap. Zusammen durfte das Vierer-Team keine 40 Jahre überschreiten, so war Chancengleichheit gewährleistet. Es fanden sich an beiden Spieltagen etliche Kinder-Teams zusammen, die ihr Können unter anderem bei verschiedenen „Reiterwettkämpfen“, wie zum Beispiel: Goals (Tore)- machen, Hufeisenwerfen, Schweife und Mähnen flechten, Bandagen rollen, Stick-Balance, Pferde tränken und malen, messen mussten. Je nach Leistung gab es Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Aber keines der teilnehmenden Kinder ging leer aus, es gab zahlreiche Trostpreise und Süßigkeiten. Für jedes Kind das mitmachen wollte, mussten die Eltern vor dem Start für 10 Euro als Startgeld ein Team-Polo-Shirt für einen guten Zweck erwerben. Das Shirt wurde dafür Eigentum des jeweiligen Kindes.
Im spannenden Finale des zweitägigen Turniers besiegte das Team 1. des Niedersächsischen Polo-Clubs in einem dramatischen Match das spielstarke Berlin-Brandenburg-Team mit 6:5-Toren. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Schluss des letzten Chukker im eher schnellen Finale-Match. Den dritten Platz belegte die Mannschaft des Rhein-Polo-Club. .An der Siegerehrung nahmen die Bürgermeister von Langenhagen und Wedemark, Friedhelm Fischer und Tjark Bartels, teil.