Langenhagener Helfer am Start

Beim Leistungsvergleich herrschen reale Bedingungen.

Rettungsolympiade der Johanniter in Salzgitter

Beim großen Johanniter-Landeswettkampf in Salzgitter tritt am heutigen Sonnabend, 14. August auch ein Team aus dem Nordhannoverschen Ortsverband an. Die acht Langenhagener werden in der Kategorie für Sanitätshelfer ab 16 Jahren an dem Wettstreit von Rettungs- und Sanitätsdienstmannschaften der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aus Niedersachsen und Bremen teilnehmen.
Begleitet wird die „A-Mannschaft“ von einem Trainer sowie von mehr als 20
Schlachtenbummlern. Dienststellenleiter Tim Heinrich sowie Ute Mensing werden als Schiedsrichter aktiv sein. Insgesamt gehen im Stadion am Salzgittersee
48 Mannschaften in fünf verschiedenen Leistungsklassen an den Start, rund 1.000 Johanniter werden erwartet.
Um für den Ernstfall zu trainieren, messen sich Hunderte Ehrenamtliche aus zahlreichen Ortsverbänden alle zwei Jahre in Theorie und Praxis – von Sanitäts- über Rettungsdiensthelfer bis zur Rettungshundestaffel. In Niedersachsen und Bremen sind über 1.650 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der JUH in 24 Katastrophenschutzeinheitenund 34 Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) im Bevölkerungsschutz aktiv. „Die Erfahrungen der letzten Monate bei den schrecklichen Einsätzen der Bombenexplosion in Göttingen oder auch bei der Loveparade in Duisburg, wo wir die Ersten an der Einsatzstelle waren, haben gezeigt, dass unsere ehrenamtlichen Helfer professionell ausgebildet
sind. Aus diesem Grund findet ein solcher Leistungsvergleich wie in Salzgitter auch unter nahezu realen Bedingungen statt“, so Landesvorstand Thomas Mähnert.
Die Mannschaften müssen ihr Können in fünf verschiedenen Teilbereichen unter Beweis stellen. Neben einem schriftlichen Teil, einem Diagnosetest und einer Praxiseinheit werden auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung und ein Tragetest von Schiedsrichtern bewertet. Eine ganz wichtige Rolle spielen bei den Praxistests die über 50 Komparsen der Realistischen Unfalldarstellung (RUD), die von Schminkteams als „Unfallopfer“ zurechtgemacht werden und für einen möglichst realitätsnahen Einsatz sorgen. Die Sieger des Landeswettkampfes in Salzgitter qualifizieren sich für den Bundeswettkampf 2011 in Dortmund.