„Man muss wissen, was man tut“

Elf Großfahrzeuge sind bei der Autobahmeisterei im Einsatz: Hendrik Hoppenstedt (von links), Friedhelm Fischer, Rainer Fredermann und Steffen Sadowski. (Foto: O. Krebs)

Abgeordnete informieren sich über Stimmungslage bei Autobahnmeisterei

Kaltenweide (ok). Straßenwärter – ein verantwortungsvoller Job, bei dem oft Leib und Leben riskiert werden muss. „Im Verkehrsraum Straße sind eine gute Ausbildung und eine regelmäßige Schulung unbedingt notwendig“, sagt Friedhelm Fischer, der den Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr leitet, bei einem Termin mit dem Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann (CDU) und mit Hendrik Hoppenstedt, zukünftiger Staatsminister bei der Bundeskanzlerin.
Gutes Personal zu finden, sei nicht so einfach, Planungssicherheit wichtig. Tiefbau, Asphalt, Pflasterung, Grünpflege und natürlich Winterdienst– das Aufgabenspektrum sei groß. Und das Gebiet, für das die Autobahnmeisterei in Kaltenweide zuständig ist, ist auch arbeitsintensiv, reicht von Lehrte bis Herrenhausen, von Mellendorf bis Anderten inklusive A 352 und A 37. Zur Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zählen noch sechs Straßenmeistereien, die sich um Bundes- und Landesstraßen kümmern. Gerade die A 2 mit ihren 160 niedersächsischen Kilometern zwischen den Landesgrenzen Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ist stark frequentiert. In Spitzenzeiten 150.000 Fahrzeuge, darunter rund 30.000 im so genannten Schwerlastverkehr. Und Steffen Sadowski, der in der Autobahnmeisterei in Kaltenweide das Sagen hat, weiß: „Hektik am Arbeitsplatz ist nicht angesagt. Man muss wissen, was man tut.“
Die Diskussion um die Infrastrukturgesellschaft, die nach einer Änderung des Grundgesetzes 2021 an den Start gehen soll, verunsichere viele der 43 Mitarbeiter in Kaltenweide. Die GmbH soll dann für den Betrieb der Autobahnen zuständig sein. Nur: Wie sieht es dann mit Vergütung und Standortgarantie aus? Diese Frage stellten sich viele Kollegen. Friedhelm Fischer wünscht sich eine größere Verlässlichkeit bei finanziellen Aufwändungen für die Planung, aber auch eine bessere Ausstattung der Länder aus Bundesmitteln. Eine andere Struktur auf Länderebene könne durchaus auch hilfreich sein, etwa im Zusammenspiel von Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit Hamburg und Bremen. Fredermann und Hoppenstedt nehmen auf jeden Fall in ihre Parlamente mit, dass die Sorge um die Zukunft und eine gewisse Planungsunsicherheit die Kolleginnen und Kollegen in der Autobahnmeisterei umtreibt.