"Merci Cherie" für "Supermartintendenten"

Kinderchor und Singmäuse sagten ihrem Superintendenten auch Tschüs.Foto: O. Krebs

Standing Ovations beim Abschied von Martin Bergau

Langenhagen (ok). Bei Sportlern kommt es ab und an vor, und auch Künstler genießen ab und an das Bad in der Menge. Aber das ein Geistlicher mit Standing Ovations verabschiedet wird, ist wohl doch eher die Ausnahme. Der donnernde Applaus am Ende der zahlreichen Reden, in der nicht nur der Vorgesetzte, sondern vor allen Dingen der Mensch Martin Bergau gelobt worden ist, zeugte aber von der Beliebtheit Bergaus. Er habe es geschafft, gesellschaftliche Gruppen in seinem Kirchenkreis zu vernetzen, hat zum Beispiel eng mit VHS und Wirtschaftsklub zusammengearbeitet. Besonders hervorgehoben wurde Bergaus Fähigkeit, gut zuhören zu können. Immer habe er in den fast zehn Jahren ein offenes Ohr für politische Entscheidungsprozesse gehabt. Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer ernannte ihn gar zum "Supermartintendenten".
Halb scherzend sagte Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann, die den Theologen während eines Festgottesdienstes in der Elisabethkirche entpflichtete, dass sie nicht verstehen könne, warum Bergau in seiner "beruflich schönsten Zeit" gehe. Aber, so schob sie gleich hinterher, man solle ja immer dann gehen, wenn es am schönsten sei. Martin Bergau halte sich darüber hinaus eng an die Jahreslosung und suche die "zukünftige Stadt". Die bleibende verlässt der Superintendent, der Direktor des neuen Seelsorgezentrums der Landeskirche wird, aber nicht ohne die Wertschätzung oder Anerkennung seiner Kolleginnen und Kollegen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. Die verabschiedeten ihren Chef mit einer ihm auf den Leib geschneiderten Version des Udo-Jürgens-Gassenhauers "Merci Cherie".