Parken mit Vernunft

Ortsbrandmeister Peter Rose (links) und Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales der Gemeinde Wedemark Jürgen Auhagen hoffen auf Rücksichtnahme für die Belange der Feuerwehr bei der Parkplatzsuche. Die roten Parkscheine werdenausgegeben.Foto: G. Gosewisch

Neue Regelung am Feuerwehr-Gerätehaus Mellendorf

Mellendorf (gg). Bereits seit drei Wochen gilt im Bereich des Feuerwehr-Gerätehauses in Mellendorf eine neue Parkregelung, die nur noch ein Kurz-Parken von maximal einer halben Stunde erlaubt. In unmittelbarer Nähe zu den Ladengeschäften, der Apotheke und den Arzt-Praxen an der Wedemarkstraße gelegen, zeichnete sich dort zuvor eine problematische Parkplatz-Situation ab. „Der Bereich hier wird von den Autofahrern gern als Parkmöglichkeit genutzt, was verständlich ist, weil die Hauptstraße zu wenig Parkraum bietet“, erklärt Jürgen Auhagen, Gemeinde Wedemark Fachbereich Ordnung und Soziales, zur Situation und weiter: „Eine Behinderung der Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Mellendorf zeichnete sich ab. Die Verwaltung hat hier schnell und vernünftig gehandelt.“ Mit der neuen Regelung hofft man beiden Seiten gerecht zu werden. „Natürlich wollen wir kein Parkchaos und keine Staus wegen der Parkplatzsuchenden. Deshalb haben wir den Bereich um das Feuerwehr-Gerätehaus auch nicht vollständig mit Halteverbot belegt. Mit der Kurzparkerlaubnis wird die Parksituation an der Hauptstraße entlastet, ein problematisches 'Zuparken' der Feuerwehr wird aber verhindert.“
Mehr als 100 Einsätze werden im Jahr von der Feuerwehr Mellendorf geleistet. Mindestens einmal pro Woche fahren die Einsatzkräfte das Feuerwehrgerätehaus an und müssen dann auch Parkmöglichkeiten haben. Sie erhalten daher einen Berechtigungsschein, der unter der Frontscheibe sichtbar ausgelegt wird und ihnen ein Langzeitparken gewährt. Ortsbrandmeister Peter Rose zeigt sich zufrieden mit der neuen Regelung: „Mit dem wie es sich jetzt darstellt, können wir gut leben.“ Ihm ist wichtig, dass die Feuerwehrfahrzeuge schnell und ohne Rangieraufwand zum Einsatz kommen. Nach seiner Beobachtung haben Langzeitparker aus dem Bereich der benachbarten Schule bereits andere Parkmöglichkeiten gefunden. Erheblich weniger parkende Privatfahrzeuge seien vor dem Feuerwehrgerätehaus vorzufinden. Er vermutet, dass die Anlieger Verständnis für die Situation haben. „Wir hoffen sehr auf die Einsicht der Autofahrer“, so der Appell von Jürgen Auhagen, „der Straßenbereich hier ist sehr eng, das können wir nicht ändern. Zudem ist die alte Straße sehr uneben. Es gibt einen fließenden Übergang zwischen Fahrbahn und Fußweg, der nur als ein Randstreifen zu erkennen ist. Schritttempo empfiehlt sich sowieso. Rücksichtnahme ist vernünftig.“ Kontrollen soll es in der nächsten Zeit durch die Polizei geben, um der neuen Regelung Nachdruck zu verleihen.