Pirat erklärt Programm

Im Gespräch: Rüdiger Pfeilsticker (links) und Tjark Barrels. (Foto: G. Gosewisch)

Landtagskandidat Pfeilsticker macht Profil deutlich

Mellendorf (gg). Mit dem aktuellen Positionspapier der Gemeinde Wedemark zu den kommunalen Problemstellungen formulierte Bürgermeister Tjark Bartels allgemeine Forderungen an die Landesregierung öffentlich: „Diese Liste der Probleme und Fragestellungen können die Kandidaten aller Parteien als Information nutzen, als Bürgermeister will ich Lösungen dafür unabhängig von der Parteizugehörigkeit erarbeiten.“ Als dringlich enthält die Liste die Probleme zu den Themen Straßen und Wegebau, öffentlicher Nah- und Fernverkehr samt der Y-Trasse, Landesraumordnung, Moorgest und Schule und Betreuung. Stellung nahm nun Rüdiger Pfeilsticker, Landtags-Direktkandidat der Piraten für den Wahlkreis Wedemark und Garbsen, im Bürgermeisterbüro: „Anhand der Stichworte und den Erläuterungen im Positionspapier können wir dem Wähler wichtige Wahlprüfsteine aufzeigen.“ Pfeilsticker, von Beruf Datenbankadministrator, spiegelt das Grundprogramm der Piratenpartei, das in erster Linie auf mehr Freiheit und weniger Regeln für die Bürger ausgelegt ist, auf die kommunale Ebene. Demnach fordern die Piraten einen stärkeren Niederschlag der Landesmittel auf kommunale Ebene. Straßen- und Wegebau müsse in Zukunft energieeffizient, emissionsarm und raumschonend ausgerichtet sein. „Wir Piraten sehen Straßen als öffentlichen Raum, er muss allen zur Verfügung stehen. Die freien Bürger müssen als Verkehrsteilnehmer ihre Interessen wahrnehmen können“, sagt Pfeilsticker als Mellendorfer Bürger und Anlieger an der L190. Mehr „Bürgerbeteiligung und Transparenz“ sieht er wie Bartels als dringend geboten für das weitere Planverfahren zur Y-Trasse, ebenso in Bezug auf die Raumordnung mit einem verantwortungsvollen Umgang der Boden-Ressourcen. Zum Thema Schulen und Betreuung benennt Pfeilsticker die Durchlässigkeit in der Schullandschaft als wichtiges Priaten-Ziel: „Durchlässigkeit ist das Merkmal eines guten Bildungssystems. Die IGS als Regelschule festzulegen sollte nicht dazu führen, andere Schulformen zu kurz zu halten. Da muss es einen fairen Wettbewerb geben.“