Rasante Kämpfe hoch zu Ross

Stark in Spiel und Organisation: Wolfgang Kailing (links).Foto: E. A. Nebig

Tolle Country-Party-Stimmung beim Polo-Turnier in Maspe

Maspe (ne). Unter der Fahne der Bundesrepublik Deutschland, dem Union Jack der Briten und der chilenischen Nationalfahne fanden am Sonntag im Ortsteil Maspe, beim Polo-Turnier die Endrunden um Sieg und Platz bei den Kämpfen um den begehrten „Country-Cup“ statt. Rund 3000 Zuschauer verfolgten bei überwiegend sonnigem Wetter die dreitägigen rasanten Ball-Wettkämpfe zu Pferde. Diese gehören zu den ältesten Reitsportveranstaltungen der Welt, und wurden bereits in der Antike als „Spiele der Könige“ bezeichnet. Sechs Mannschaften aus Berlin, Franken, Hamburg, Niedersachsen, Oberbayern und Schleswig-Holstein traten gegeneinander an. Jedes vierköpfige Team hatte Spieler aus Argentinien, der heutigen Hochburg des Polo, in seinen Reihen. Turnierleiter Wolfgang Kailing kämpfte diesmal als Nummer 4 im Team Nord/LB, das im Endspiel auf die spielstarke fränkische Mannschaft Helmer traf. Die beiden letzten Chukker dieser spannenden Begegnung fanden bei strömendem Regen statt. Immer wieder holte das Team Nord/LB Spielrückstände auf, bis im vorletzten Spielabschnitt (Chukker) die Nr. 3, Christobal Durrieu, wegen eines Foul für zwei Chukker pausieren musste. Wolfgang Kailing und der Wedemärker Peter Kienast versuchten im dramatischen Schluss-Chukker das Ruder herumzureißen. Vergeblich, mit 5:8 unterlag ihr Team ehrenvoll, nachdem es zu Beginn des Spiels in Führung gelegen hatte. Strahlende Sieger war das Franken-Team mit Anna Oettingen -Wallerstein, Peter Ristic, Micky Keuper und dem Argentinier Miguel Amiva. Platz 3 im Wettstreit belegte das Hamburger Team Tom Tailer vor den Berlinern, den Bayern und den Schleswig- Holsteinern. Bei der Siegerehrungen dankte Wolfgang Kailing als Präsident des ausrichtenden Niedersächsischen Polo Club den zahlreichen Sponsoren der Veranstaltung mit Party-Charakter. Zu den prominenten Zuschauern aus der Polo-Szene gehörte in Goucho-Tracht Harald Roy aus Argentinien. Von ihm erhielt der in Langenhagen ansässige Polo Club viel Lob für die Turnierausrichtung. Hier dürfen die Damen im Polo-Sattel nicht vergessen werden, die tapfer in einigen der Mannschaften kämpften. Der harte Reitsport Polo werde zunehmend auch von Damen gespielt, so Turnierleiter Wolfgang Kailing auf Anfrage des Langenhagener ECHO. Die Endspiele des Turniers fanden wieder in britisch geprägter Atmosphäre statt. Dafür sorgte der tatsächlich aus England stammende Spiel-Kommentator Hugh Pierson. Wie kein Zweiter versteht es dieser erfahrene Polospieler die Zuschauer und sogar die Spieler mitzureißen. Cheforganisator Wolfgang Kailing bot dem Publikum außer hochkätigem Polo am Sonnabend und Sonntag je eine Show-Einlage und brachte damit viel Abwechslung in das Gesamtprogramm. Am Sonnabend erntete die Schäferin Anne Krüger mit ihrer Country-Show, in der sie sehr folgsame Hütehunde und imposante Waliser Bergziegen vorführte, viel Beifall. Den gab es dann am Sonntag für Master und Piköre der Böhmer Harrier-Meute und die der Meute folgenden Reiter im Roten Rock, die Old-England-Stimmung verbreiteten.