Rekordbeteiligung und hochrangiger Sport

Ingrid Klimke, Gewinnerin der Milford Trophy, zwischen Marc Dennis Münkel (links) und Milford-Vertreter Michael Spethmann. Foto: B. Hauers

Ingrid Klimke gewinnt internationales Vielseitigkeitsturnier

Twenge (dl). Das sportlich anspruchsvolle und erstklassig besetzte Vielseitigkeitsturnier mit internationaler Beteiligung auf dem Hof Münkel in Twenge endete mit einem Sieg von Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit ihrem Pferd Tabasco in der CIC-2-Sterne-Prüfung um die Milford-Trophy vor Sara Algotsson-Ostholt auf Mrs. Medicott aus Schweden. Für beide Reiterinnen war dieser Erfolg sicherlich auch eine Revanche für das EM-Turnier im August in Luhmühlen, wo sie mit viel Pech auf den Plätzen 11 und 12 im Gesamtklassement kamen. Dritte in Twenge wurde Solveigh Hoffmann mit Casper K. Christine Münkel aus der gastgebenden Familie Münkel belegte mit ihrem Pferd Negativ in der CIC-2-Sterne-Prüfung Platz 16 und die erst 16-jährige Ann-Christin Baars aus Langenhagen kam auf Regenta auf Platz 22 in der CIC-1-Sterne-Prüfung. Die beiden Spitzenplätze in dieser Klasse um den Preis des Juwelier Mauck belegten zwei Reiter aus Skandinavien: Juulia Savonlahti aus Finnland auf Phyllis auf Platz 1 vor Pontus Hugosson auf Carmon aus Schweden. Olympiasieger Andreas Dibowski, ein weiterer Pechvogel der Europameisterschaft in Luhmühlen, landete mit Butts Avedon auf dem fünften Platz.
Das Turnier in Twenge wird seit 1985 ausgetragen und hat sich nach Luhmühlen zu einem der wichtigsten Vielseitigkeitswettbewerbe entwickelt mit einem ausgezeichneten Ruf bei den Aktiven. „Die Sieger von Luhmühlen waren alle schon einmal bei uns in Twenge und kommen regelmäßig wieder“, freut sich Turnierleiter Marc Dennis Münkel. So waren auch in diesem Jahr mit Ingrid Klimke, Andreas Dibowski, Frank Ostholt und Peter Thomsen wieder große Namen am Start. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 wurden sie zusammen mit Hinrich Romeike Mannschaftssieger in der Vielseitigkeit. Die rund 4.000 Zuschauer sahen in Twenge ebenso spektakuläre wie sportlich hochklassige Wettbewerbe. Allerdings wurde die Belastbarkeit des Zeitplans in diesem Jahr aufgrund der Rekordbeteiligung von 160 Reiterinnen und Reitern und 240 Pferden zuweilen auf eine harte Probe stellte. Dazu Marc Dennis Münkel: „Unser Nennungsschluss liegt zwar schon vier Wochen zurück, aber viele Reiter entscheiden sich erst kurzfristig zur Turnierteilnahme. Das erschwert uns zwar die Planung, aber ablehnen wollen wir ja auch keinen. Deswegen haben wir das Turnier jetzt auf drei Tage ausgedehnt und fangen schon am Freitag an.“ Dennoch endeten die Dressur- und Springwettbewerbe am Sonnabend zu Lasten des Rahmenprogramms erst um 19.30 Uhr, als es bereits dämmerig wurde. Für Bundestrainer Hans Melzer ging es bei dem Turnier auch um die Sichtung junger Pferde im Hinblick auf die WM der jungen Vielseitigkeitspferde im Oktober in Lions d`Angers in Frankreich.
Das Turnier endete am späten Sonntagnachmittag mit einer improvisierten Siegerehrung, die wegen des anhaltenden Regens kurzerhand „ohne Pferde“ ins Zelt verlegt wurde – eine Entscheidung, die allgemeine Zustimmung fand.


 

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