Schützenfest-Saison eingeläutet

Sie machen sich stark für das Schützenwesen (von links): Michael Freiberg, Mathias Böttcher, Friedhelm Fischer und Wilhelm Lucka. Fotos: K. Raap
 
Eine Gruppe der Abordnungen der 28 Vereine des Kreisschützenverbands.

Abordnungen aus 28 Vereinen im Rathaus-Innenhof

Langenhagen (kr). Das war eine echte Premiere in Langenhagen und sicherlich auch gute Öffentlichkeitsarbeit für das Schützenwesen: Die Stadt hatte in Zusammenarbeit mit dem Kreisschützenverband Wedemark-Langenhagen Abordnungen der 28 Mitgliedsvereine und Vertreter von Rat und Verwaltung beider Gemeinden zur symbolischen Eröffnung der Schützenfestsaison für das Jahr 2014 eingeladen. Den Auftakt bildete der Einmarsch der Schützen mit ihren Standarten in den Rathaus-Innenhof, angeführt von der Kapelle „Young Spririts“ des Schützenvereins Kaltenweide mit dem Musiktitel „When the Saints go marchin´ in“. Mit von der Partie Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer und seine beiden Vertreter Willi Minne und Ulrike Jagau, sowie der stellvertretende Bürgermeister der Wedemark Wilhelm Lucka. Kraft Amtes dabei natürlich Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher und Kreisschützenmeister Michael Freiberg. Friedhelm Fischer sparte bei seiner Begrüßung nicht mit Komplimenten: „Es ist schon ein beeindruckendes Bild, wenn die Schützen in ihren Uniformen, dekoriert mit vielen Abzeichen und Auszeichnungen, hier aufgereiht angetreten zu sehen.“ Das Zusammengehörigkeitsgefühl, so betonte der Bürgermeister, sei eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Hier könne der Kreisschützenverband, der insgesamt 3.500 Mitglieder vertritt, in seinen nunmehr 59-jährigen Aktivitäten eine sehenswerte Bilanz ziehen. Der Sonnabend sei als Veranstaltungstag bewusst ausgewählt worden, um auch von den Marktbesuchern wahrgenommen zu werden. Mit dem Schlagen der Ratshausuhr um 10 Uhr wurde die Schützenfestsaison auf die Minute genau eingeläutet. Friedhelm Fischer zeichnete bei seiner Ansprache auch Problematiken im Schützenwesen auf: „Um den Fortbestand langfristig zu sichern, bedarf es immer neuer Ideen, damit sich Erwachsene und vor allem auch Jugendliche für eine Mitgliedschaft in Schützenvereinen entscheiden.“ Man müsse sich immer wieder kreativ auseinandersetzen mit den ständig steigenden konkurrierenden Freizeitzeitangeboten in den Kommunen. „Viele Vereine beschreiten bereits neue und richtige Wege“, lobte Fischer, dennoch gebe es noch sehr viel zu tun, um die Attraktivität der Schützenvereine zu verbessern. Der Bürgermeister, der sich nachdrücklich als großer Freund des Schützenwesens bezeichnete, schlug vor, die jüngste Schützenbegrüßung“ jährlich abwechselnd in Langenhagen und in der Wedemark durchzuführen. Ein Dankeschön für die Durchführung dieses Treffs richtete Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher dann an Rat und Verwaltung der Stadt Langenhagen und speziell auch an Martina Rommerskirch „für die hervorragende Organisation“. Auch Böttcher beleuchtete die Situation im Schützenwesen: „Es wird immer schwieriger, die Festzelte mit Besuchern zu füllen, mache Vereine weichen schon auf die Schützenhäuser aus. Andere Vereine nehmen oftmals keine Rücksicht auf vorzeitig angekündigte Termine.“ Wenn die Bürger nicht zu den Vereinen kämen, müssten die Vereine noch mehr auf die Bevölkerung zugehen. „Klinkenputzen“ in den Haushalten und noch frühere Werbung seien nötig. „Die Tradition der Schützenfeste darf nicht sterben“, betonte der Kreisoberschützenmeister mit Nachdruck, „denn sie sind im Schützenwesen das Salz in der Suppe.“
Viel Zeit zum Klönen hatten dann die rund 100 Veranstaltungsteilnehmer bei einem rustikalen Imbiss im Ratssaal. Für schwungvolle Unterhaltung sorgten die „Young Spirits“ unter der Leitung von Julian Pfarr.