Schwung in der Integrationsarbeit

Unterstützung für die Integrationsarbeit in Langenhagen (von links): Karin Saremba, Reinhard Cichowski, Jörgen Hemme, Waltraud Krückeberg und Andreas Seifert.Foto: G. Gosewisch

Rotary-Club unterstützt Projekt zur Sprachförderung

Langenhagen (gg). Für die Fortführung des Sprachförderungsprojekts Rucksack-KiTa ist ein Teil der Finanzierung gesichert. Der Rotary-Club Langenhagen Wedemark spendet 2.000 Euro für diesen Zweck. Fürsprache durch den Clubkameraden, den ehemaligen Stadtdirektor Klaus Rosenzweig, und durch die ehemalige Bürgermeisterin Waltraud Krückberg, habe zu dieser Entscheidung beigetragen, so die Bestätigung aus dem Vorstand mit Andreas Seifert. Jörgen Hemme erklärt als Vorsitzender der Rotarier Langenhagen-Wedemark: „Es ist schwierig, bildungsferne Gruppen zu erreichen. Über das Rucksack-Projekt gelingt das, so dass wertvolle Integrationsarbeit in der Praxis geschieht. Das wollen wir gerne unterstützen.“ Mit Erleichterung würdigte Waltraud Krückeberg als Vorsitzende des Fördervereins des Präventionsrates "Pro Langenhagen" diese finanzielle Hilfe, denn sie ist ein wichtiger Baustein, um das Projekt fortführen zu können. Seit Beginn des Projekts vor zwei Jahren hat die Stadt Langenhagen einen Teil der Finanzierung geleistet. Mit der Gewinnung externer Sponsoren wie dem Rotary-Club sei ein wichtiges Signal für weitere Bewilligungen gesetzt, so ihr Hinweis. Vor zwei Jahren hatte der Präventionsrat dieses Projekt für Langenhagen aufgebaut. Dem aus Holland stammenden Konzept folgen bereits 300 Gruppen in Nordrheinwestfalen, bundesweit gibt es 500 Gruppen. Dachorganisation ist die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern aus Zuwanderfamilien in Essen. Im Projekt arbeiten in Langenhagen zwei beauftragte Mediatoren, die in der Kindertagesstätte Veilchenstraße Zuwanderer-Kinder zum lernen der deutschen Sprache anleiten. Die Mediatoren haben selber Migrationshintergrund und verstehen die Probleme der zu betreuenden Kinder. Mit ihren Arbeitsmaterialien, die sie im Rucksack tragen und mobil einsetzen, sind sie Namensgeber des Projekts. Sie unterstützten bildungsferne Eltern, die Hinweise bekommen, wie sie ihre Erziehung zum Wohle ihrer Kinder verfeinern können. „Es zeigt sich, dass die Kita ein Ort ist, an dem Schwellenängste überwunden werden“, erklärt Waltraud Krückberg und weiter: "Über die Betreuung der Kinder können auch die Mütter in das Projekt einbezogen werden. Das macht den eigentlichen Erfolg aus, denn nur wenn auch die Mütter deutsch lernen, wird auch zu Hause deutsch gesprochen.“ Die enge Vernetzung mit den Integrationsangeboten im Mehrgenerationenhaus, das als Anlaufstelle genutzt wird, trägt in Langenhagen zum Erfolg bei. Positive Einschätzung zum Projekt Rucksack-Kita gibt es auch von Reinhard Cichowski, Kriminaloberrat bei der Polizei Langenhagen, der sich seit Jahren für die Projekte des Präventionsrates engagiert: „Dadurch kommt Schwung in die Integration. Wir haben so viele gute Kontakte in der türkischen Gemeinde knüpfen können.“