Scorpions vor dem "Aus"?

Marco Stichnoth sendet "letzten Hilferuf"

Der Deutsche Meister bangt um die Zukunft
In einer Pressekonferenz informierte Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth die Öffentlichkeit über die aktuelle Situation bei den Hannover Scorpions
Ein Anruf von Scorpions-Eigner Günter Papenburg am Mittwochabend bei Marco
Stichnoth hatte die Pressekonferenz unausweichlich gemacht, mit der Stichnoth einen „letzten Hilferuf“ an die Öffentlichkeit senden wollte. Was Spielern und Mitarbeitern bereits am Donnerstagvormittag mitgeteilt wurde, schlug dann auch bei den anwesenden Journalisten und Kamerateams ein wie eine Bombe – der Deutsche Eishockey Meister von 2010 steht vor
dem Aus. Ein Gespräch am Mittwoch zwischen Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil sowie dem Geschäftsführer der Deutschen Messe AG, Dr. von Fritsch, von dem Günter Papenburg das endgültige „OK“ für die bereits seit zwei Jahren geplante Betreibergesellschaft unter Mitwirkung der Deutschen Messe AG erwartet hatte, sorgte für das Erdbeben.
Günter Papenburg hatte stets betont, die Hannover Scorpions weiterhin unterstützen zu wollen, sollte die Einigung der TUI Arena herbeigeführt werden. Und nachdem im Juni sowohl das Land Niedersachsen die Zusage zur geplanten Betreibergesellschaft gegeben hatte und auch sich auch die Stadt positiv gezeigt hat eine Lösung zu erwirken, reichten die Hannover
Scorpions die Lizenz ein und gingen damit in Vorleistung.
Weil er ein weiteres Mal in dieser Sache vertröstet worden sei, habe Günter Papenburg, Unternehmer und Arbeitgeber von rund 3.000 Beschäftigten, die Reißleine gezogen. Nur eine Einigung in den nächsten Tagen könne die Hannover Scorpions noch retten, durch deren Ende würden rund 100 Arbeitsplätze wegfallen.