„Sparen wäre tödlich“

Tauschten Erfahrungen aus (von links): Willi Lutze, Leiter der Polizeihubschrauberstaffel, Sigrid Leuschner, Klaus-Peter Bachmann, Jürgen Krogmann, Polizeipräsident Christian Grahl, Karl Heinz Hausmann u

SPD-Arbeitskreis „Inneres“ macht sich für Polizeihubschrauberstaffel stark

Langenhagen (ok). Eins ist sicher: Das ist bestimmt kein Job für Messies. In der Werft der Polizeihubschrauberstaffel – ja richtig gelesen, die gibt es nicht nur bei Schiffen – am Flughafen geht es sehr akurat zu. Alles ist feinsäuberlich sortiert, jede Schraube mit einem Griff zu finden und zuzuordnen. „Jede Schraube und jeder Niet kann von uns nachvollzogen werden“, sagt Willi Lutze, Leiter der Polizeihubschrauberstaffel stolz über das ausgeklügelte System, in dem jedes Teil, das an- oder abgebaut wird, dokumentiert werden muss. Und: Einmal im Jahr schaut das Luftfahrtbundesamt vorbei, prüft die Abläufe in der Werft auf Herz und Nieren.
An zwei Standorten – am Flughafen Hannover und in Rastede bei Oldenburg – arbeiten insgesamt 59 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind vier Hubschrauber stationiert. Vermisste Kinder, verirrte Demenzkranke und auch Suizidgefährdete gehören zu den Personengruppen, die die Hubschrauberpiloten mit ihrer Wärmebildkamera suchen.
Und gerade die Helikopter sind es, die dem Arbeitskreis Inneres der SPD-Landtagsfraktion, die dem Standort Hannover jetzt einen Besuch abstatteteten, große Sorgen machen. Sind die Maschinen, die oft repariert werden müssen, doch schon in die Jahre gekommen, teilweise älter als 30 Jahre. Bei den aktuellen Sparmaßnahmen der gelb-schwarzen Landesregierung könnte es in Sachen Ersatzbeschaffung doch ziemlich schlecht aussehen, denkt Klaus-Peter Bachmann, Sprecher des Arbeitskreises. Seine Fraktion werde sich mit aller Macht gegen die Sparmaßnahmen stemmen, denn sowohl die Hubschrauberstaffel als auch die Wasserschutzpolizei, denen „es an den Kragen gehen soll“, seien unverzichtbare Einsatzmittel. „Ein Sparen an dieser Stelle wäre tödlich“, ist Bachmann überzeugt. Und genauso wie die anderen Mitglieder des Ausschusses, zu denen übrigens auch der Langenhagener Marco Brunotte gehört, kämpft Bachmann auch für beide Standorte. Denn: „Die maximale Flugzeit von 30 Minuten muss in unserem Flächenland gesichert werden“, so Bachmann, der Innenminister Uwe Schünemann zusammen mit seinen Kolleginnen und Kolegen „richtig Dampf“ machen will und schon mal präventiv einen „heißen Sommer“ angekündigt.