Stunde der Wintervögel

Eher selten kann man die Rotdrossel bei der Winterfütterung beobachten. Foto: G. Obermayr

Unterstützung für bundesweite NABU-Aktion gesucht

Langenhagen. Im Januar 2011 wurde erstmals die Aktion „Stunde der Wintervögel“ vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gestartet – mit großem Erfolg. 85.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählten in Deutschland 2,6 Millionen Vögel; in Niedersachsen waren es 12.000 Menschen, die 410.000 Vögel auf der Liste hatten – Platz 2 hinter Bayern! In der Rangfolge der Vögel wurde die Kohlmeise am meisten gezählt, gefolgt vom Haussperling und der Amsel.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Je größer das Wissen darüber ist, desto besser kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen. Auch in diesem Jahr sind vom 6. bis zum 8. Januar wieder alle Vogelfreunde aufgerufen, sich an der Stunde der Wintervögel zu beteiligen.
Und so funktioniert’s: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufig vorkommenden Vögel rund um Haus und Garten, über deren Bestände die Fachleute zum Teil weniger genau Bescheid wissen als über manche Seltenheit in der Vogelwelt. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heißt das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen. Der Luftraum zählt übrigens dazu: Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei- oder darüber fliegt. Es kann auch an mehreren Orten gezählt werden, dem Engagement sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der drei Tage mehrfach zu zählen, kann auch das gerne tun. Wichtig ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt – zum Beispiel zuerst am eigenen Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.
Die Beobachtungen können telefonisch am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer (08 00) 11 57 - 1 15 gemeldet werden. Im Internet unter www.stundederwintervoegel.de ist die Meldung ebenfalls möglich. Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur Winterfütterung und zum vogelfreundlichen Garten zur Verfügung. Auch die Meldung per Post ist möglich: Den Teilnahme-Flyer vom Meldebogen abtrennen, mit 45 Cent frankieren und bis zum 16. Januar an den NABU einsenden. Die Zählhilfen und Teilnahmeflyer können aus dem Internet herunter geladen oder beim NABU angefordert werden. Teilnahmeschluss ist am 16. Januar; wer teilnimmt, hat die Chance, attraktive Preise zu gewinnen.

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