UPS sucht Förderobjekte

Der Abgeordnete Burkhard Balz (Mitte) dankte den Gastgebern mit der Übergabe einer EU-Fahne.Foto: E. A. Nebig

EU-Abgeordneter Burkhard Balz auf Sommertour

Region (ne). Zu Himmelfahrt 2009 tourte das heutige Mitglied des Europäischen Parlaments, Burkhard Balz, als CDU-Kandidat für die Europawahlen erfolgreich durch die Region Hannover. Nach seinem Einzug in das Parlament in Brüssel ist der Stadthagener jetzt in seiner Funktion als Ausschussmitglied für Wirtschaft und Währung auf Sommertour in seinem Wahlkreis. Begleitet wird er dabei von seinem Referenten Eike Paulun. In der vergangenen Woche besuchten beide die Region mit der Stadt Langenhagen. Balz führte führte unter anderem Gespräche mit dem Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Heiger Scholz und dem der Flughafen Hannover-Langenhagen, Raoul Hille. Ebenso mit verantwortlichen Mitarbeitern von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Einen ganzen Vormittag verbrachte er in der United Parcel Service (UPS)-Niederlassung Langenhagen, die seit 1991 im Gewerbegebiet Rehkamp anssässig ist. Dort wurde er von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UPS-Managements über das 1907 in den USA gegründete, seit 1976 auch in Deutschland operierende Zustellungs-Unternehmen informiert. Insbesondere über die Niederlassung Langenhagen, eine von 864 in 120 Ländern weltweit. In Langenhagen mit der Region beschäftigt UPS 650 Mitarbeiter, zudem sind hier 408 Zustellungsfahrzeuge stationiert. Niederlassungsleiter Klaus Heilig, sein Vertreter Andreas Tesmer und Sandra Blum, sie ist für die UPS-Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland zuständig, erläuterten das Firmenkonzept. Nach einer Einführung in die Firmengeschichte erhielt Balz vor allem Informationen über UPS Europa mit dem Hauptsitz in Neuss am Rhein. Sandra Blum erläuterte dabei das speziell für Europa entwickelte Service-Angebot. In der Region gibt bei den Zustellungen in der Fußgängerzone der City von Hannover Parkplatzprobleme! Hier 150 Kunden binnen einer vorgegebenen Stunde mit ständigen Knöllchen-Androhungen von Seiten der Ordnungsbehörden zu beliefern, das sei kaum noch möglich, wurde berichtet. Burkhard Balz will hier, obwohl er dafür –nach eigenem Bekunden – nichtzuständig ist, als Finanz- und Verkehrsexperte helfend eingreifen und einen entsprechenden Runden Tisch anregen. Schließlich fange Europa vor der Haustür an, bemerkte er dazu. Eine Absage erteilte er dagegen dem Wunsch, übergroße Lastkraftwagen – so genannte Giga-Liner – einsetzen zu können, um den UPS-Umschlag wirtschaftlicher gestalten zu können. Der Flughafen Langenhagen spiele ebenso wie die in Bremen und Hamburg keine große Rolle für UPS. Für die eigene Luftflotte stehe ein Teil des Flughafens in Köln als internationale Drehscheibe zur Verfügung. Der Umschlag bewege sich in Deutschland auf den Straßen, denn mit der Deuschen Bahn AG komme man, da diese unflexsibel sei, einfach nicht ins Geschäft, wurde argumentiert. Der Abgeordnete anwortete, zuerst müsse einmal ein europäisches Konzept her, um einen Frachtkollaps auf den EU-Autobahnen, der sich bereits auf der A 1, der A 2 und der A 7 in der Region mehr und mehr abzeichne, zu vermeiden. Erst wenn dieses vorläge, könne man eventuell über größere Lastkraftwagen diskutieren. Burkhard Balz wurde bei seinem Besuch von UPS-Langenhagen vom Landtagsabgeordneten Emil Brockstedt, dem Langenhagener CDU-Stadtverbandsvor- sitzenden Ullrich Müller und der Ratsfrau Gesine Saft begleitet. Diese waren erstaunt zu hören, dass UPS das Behindertenwohnheim Lindenhof in Kaltenweide zweimal jährlich tatkräftig unterstütze und nach weiteren Förderobjekten suche. Das griff Gesine Saft sofort auf und kündigte kurzfristig entsprechende Vorschläge an. Bleibt anzumerken, dass das UPS-Management die Langenhagener Infrastruktur sowie die Lage im nationalen und unternationalen Verkehrsnetz als optimal bezeichnete. Burkhard Balz verabschiedete sich bei UPS mit der Übergabe einer Europafahne, dass Unternehmen revanchierte sich mit dem Modell eines UPS- Zustellungs-Fahrzeugs.