„Wir können mit dem Unentschieden in Hamburg gut leben“

Benjamin Chatton im Exklusiv-Interview

Region Hannover. Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt nach der WM-Pause weiterhin auf Kurs. Nach der erwarteten Niederlage beim THW Kiel und dem Arbeitssieg über den TV 1893 Neuhausen entführten DIE RECKEN mit dem 26:26 Unentschieden beim HSV Handball erstmalig einen Punkt aus der Hansestadt. „Wir können mit dem Unentschieden gut leben“, erklärt RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton mit zwei Tagen Abstand. Im März warten auf die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer wegweisende Begegnungen. „Vor allem in unseren drei Heimspielen wollen wir unsere Konkurrenten auf Distanz halten“, sagt Chatton. Der 31-Jährige spricht im Interview mit der vereinseigenen Homepage neben der Partie beim HSV Handball und den bevorstehenden Spielen auch über die zukünftige Kaderplanung.
Das Spiel in Hamburg am vergangenen Mittwoch war spannend und sehr dramatisch. Wie hast Du die Partie erlebt?
Wir können mit dem Unentschieden gut leben. Das war unser erster Punktgewinn überhaupt in Hamburg und wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Von daher muss man der Mannschaft ein Kompliment aussprechen.
Ihr habt in den letzten Sekunden den Ausgleichstreffer hinnehmen müssen. Wäre mehr drin gewesen?
Natürlich ist es ärgerlich, wenn man in sprichwörtlich letzter Sekunde den Ausgleich kassiert. Dass es so gekommen ist, haben wir aber ausschließlich uns selbst zuzuschreiben. Wir dürfen grundsätzlich nicht den Fehler machen, und die Schuld bei Dritten suchen. In den letzten sechs Minuten erzielen wir kein Tor mehr und der HSV Handball hat sich durch seinen aufopferungsvollen Kampf das Unentschieden daher redlich verdient. Um gegen eine Spitzenmannschaft wie den HSV zu gewinnen, braucht man eine sehr gute Leistung über 60 Minuten.
Wie bewertest du das bevorstehende Programm im März?
Wir haben fünf Spiele gegen interessante Mannschaften zu bestreiten. Vor allem in unserer RECKEN-Festung wollen wir vor unseren heimischen Fans überzeugende Leistungen zeigen und unsere Konkurrenten auf Distanz halten. Allerdings wird das nicht einfach, denn Melsungen und Wetzlar spielen sehr konstant und auch der TBV Lemgo findet wieder zu alter Stärke zurück. Unser Ziel für diesen Monat ist es, eine positive Punktebilanz zu erreichen.
Bestimmen die Ergebnisse im März auch darüber, wo die Reise der RECKEN hingeht?
Mit erfolgreichen Ergebnissen in den kommenden Partien könnten wir am Saisonende zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Das ist aus unserer Sicht sehr reizvoll und die Mannschaft wird alles dafür tun, dass es am Saisonende auch so kommt.
Mit Nikolai Weber und Borut Mačkovšek stehen bereits zwei Neuzugänge fest. Wie sieht die weitere Planung für die zukünftige Mannschaft aus?
Wir freuen uns, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits zwei Neuverpflichtungen getätigt haben. Wir hoffen, dass wir im nächsten Monat noch weitere Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der RECKEN stellen können und die Personalplanungen frühzeitig abschließen können.
Kann die TSV Hannover-Burgdorf eigentlich sportlich noch besser werden als in dieser Saison?
Die weitere Entwicklung wird zeigen, wo unsere sportlichen Grenzen liegen. Wir können nur auf uns selber schauen und versuchen das Optimum herauszuholen. Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn auf die Entwicklung bei den anderen Vereinen haben wir keinen Einfluss. Eine unserer Aufgaben ist es, die gestiegene Erwartungshaltung in einen realistischen Bezug zu setzen. Was wir aktuell erleben dürfen ist eine sehr schöne Momentaufnahme, aber nicht als selbstverständlich anzusehen.