"Die Halle der Unklarheit"

Langenhagen (ok). Langsam, aber sicher reißt er – der Geduldsfaden bei Marco Brunotte und seinem Fraktionsvorsitzenden Marc Köhler. Die beiden Sozialdemokraten wollen jetzt endlich Klarheit in Sachen Eishalle, wollen wissen, wie es an der Brüsseler Straße weitergeht. 16 Fragen hat die Mehrheitsfraktion an die Verwaltung – der Stadt Langenhagen gehört die Halle seit etwa einem halben Jahr – gerichtet, vor allen Dingen geht es um Mängel und betriebliche Sicherheit in Sachen Brandschutz, aber auch um einen zügigen Abschluss des Insolvenzverfahrens. "Das ist für mich die Halle der Unklarheit oder auch der Kölner Dom von Langenhagen", findet Marco Brunotte klare Worte über die ungeklärte Situation der Eishalle, die 2008 eröffnet worden ist. Seitdem sei es nie richtig rund gelaufen. Ein hohes Maß an Transparenz müsse her; die SPD-Fraktion fragt sich außerdem, warum bislang kein Pachtvertrag zwischen der "Eisraum GmbH" und der "Hannover Scorpions Eishallen- und Spielbetriebs GmbH" geschlossen worden ist. Außerdem will die SPD Einsicht in die Verträge zwischen Stadt und Eisraum nehmen; eine eigene Projektgruppe werde sich bei den Sozialdemokraten des "komplexen Themas" annehmen. Brunotte macht aber auch unmissverständlich klar, dass der Rat die Halle nicht gekauft habe, um sie zu schließen. "Die Eishalle ist aus meiner Sicht sehr gut sortiert; ich habe den Eindruck, Marco Stichnoth will dort etwas aufbauen." Er fragt sich: "Warum geht es nicht weiter? Warum gibt es keinen Vertrag für Stichnoth?" Eine Eishalle ohne Stichnoth und die Scorpions könne er sich ehrlich gesagt nicht vorstellen; Einnahmen aus Gastronomie und Eintrittsgeldern seien dringend notwendig. Der nächste Schritt für die SPD-Ratsfraktion, die sich nach Aussage ihres Fraktionsvorsitzenden Marc Köhler an den Beschluss gebunden fühlt: Zunächst einmal solle alles extern juristisch geprüft werden, um Licht ins doch noch vorhandene Dunkel der vielen Verflechtungen zu bringen.