Drei Mal Streik am Flughafen

Piloten und Sicherheitspersonals im Ausstand

Langenhagen (gg). Die Gewerkschaft ver.di hat am vergangenen Mittwoch Arbeitnehmer im Wach- und Sicherheitsgewerbe in Niedersachsen zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem Warnstreik aufgerufen. Damit soll der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) unter Druck gesetzt werden, denn ver.di will Hoheit für Tarifverhandlungen. Der BDSW schließt in Niedersachsen seit Jahren nur noch Tarifverträge mit der christlichen Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (GöD) ab.
Am Flughafen kam es durch den Streik der Kontrollkräfte des Luftsicherheitspersonals am späten Nachmittag zu längeren Wartezeiten bei den Passagierkontrollen. Es gab einige leichte Flugverspätungen (bis maximal 20 Minuten), aber keine Flugausfälle.
Zwei Mal in der vergangenen Woche streikten die Lufthansa-Piloten. Am vergangenen Mittwoch wurden daher sechs der geplanten 28 Flugverbindungen (14 Abflüge, 14 Ankünfte) gestrichen – Inlandsflüge nach Frankfurt und München. Dasselbe passierte am Freitag.
Nach Auskunft von Anika Studders, Kommunikation Flughafen GmbH, gab es keine langen Wartezeiten oder gestrandete Passagiere. Die Betroffenen Passagiere sind offensichtlich rechtzeitig auf die Bahn oder das Auto umgestiegen.