Ein schwefelartiger Geruch

Messzug der Stadtfeuerwehr im Einsatz

Langenhagen. Am Montagvormittag nahmen Mitarbeiter der Fernmeldemeisterei Hannover einen schwefelartigen Geruch in einem Technikraum war. Vorschriftsgemäß alarmierten sie daraufhin die Feuerwehr und evakuierten den unmittelbaren Bereich.
Zunächst wurde dem Alarmstichwort entsprechend der Messzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen zur Erkundung alarmiert. Einsatzleiter Detlef Hildebrandt setzt nach Eintreffen einen Trupp unter Atemschutz ein, der erste Messungen der betroffenen Räumlichkeiten vornahm. Die Messungen ergaben stark erhöhte Anteile von Kohlenmonoxid (CO, ein geruchsloses Gas, das sich besser an rote Blutkörperchen bindet als Sauerstoff und so ein Ersticken verursachen kann) in der Luft.
Das Kohlenmonoxid ist vermutlich durch einen Defekt an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) entstanden. Problematisch: der betroffene Raum befindet sich in einem Bunker, der unterhalb der Gebäude der Fernmelde- und Autobahnmeisterei liegt. In diesem Bunker befinden sich diverse Serverräume, USV und andere Technikräume. Bauartbedingt sind alle Räume durch kleine Röhren miteinander verbunden. Nach außen bestehen nur sehr wenige Schächte. Das ausgetretene Kohlenmonoxid konnte sich daher in mehreren Räumen verteilen, während es schwierig ist nach außen abgeleitet zu werden.
Nachdem eine Abluftöffnung durch Öffnung eines Schachtes hergestellt werden konnte, wurde mit der Entlüftung des betroffenen Bereiches begonnen. Zur Entlüftung wurde ein Elektrolüfter im Bunker installiert, der die Luft aus den Räumen zieht und über den Schacht nach außen drückt.
Regelmäßig werden Messungen durchgeführt, um das Absinken des CO-Gehaltes der Raumluft dokumentieren zu können. Im Einsatz waren 21 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen.