EPL unter Beschuss

Langenhagen (ok). Die Landeskartellbehörde hat es nach intensiven Untersuchungen für den Zeitraum von 2013 bis 2016 ermittelt – viele Fernwärmebetreiber hätten ihren Kunden viel zu hohe Preise in Rechnung gestellt. Darunter auch die Energieprojektgesellschaft Langenhagen (EPL), die in Langenhagen nicht nur das Weiherfeld, sondern unter anderem auch das CCL, mit Wärme versorgt. Gegen die EPL ist ein Verfahren eingeleitet worden, dass nach „intensiven Gesprächen“ eingestellt worden sein soll. Die EPL ist eine 50-prozentige Tochter der Stadt Langenhagen, die andere Hälfte gehört Enercity. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen beantragt, das Thema EPL auf die Tagesordnung der nächsten Finanzausschusssitzung am Dienstag, 6. März, zu nehmen. Vier Jahre lang hat die Untersuchung der Behörde gedauert und die EPL hat nach Aussage von Bürgermeister Mirko Heuer, zugleich Beiratsvorsitzender, eine Beendigung angestrebt, obwohl es durchaus unterschiedliche Auffassungen gegeben habe. Heuer: "Statt eines kostspieligen langen Streites will die EPL das Geld lieber den Kunden zu Gute kommen lassen." Es habe kein Urteil gegeben, vielmehr sei das Verfahren eingestellt worden, nachdem sich die EPL in Absprache mit der Behörde verpflichtet habe, eine Pressenkung für die Dauer von drei Jahren vorzunehmen. Die Preisenkung in Höhe von 6,40 pro Kilowatt und Jahr gelte rückwirkend ab 1. Januar. Was die Preisanpassung angehe Bei einer Anschlussleistung von acht Kilowatt komme eine Reduzierung von etwa 51,20 Euro pro Jahr zustande, etwa 4,30 Euro pro Monat. Die EPL habe sich nicht zu einer Rückzahlung gegenüber dem Amt verpflichtet, deshalb werde es auch keine geben. Mirko Heuer will die Thematik in der nächsten Beiratssitzung intensiv diskutieren, noch sei vieles im Unklaren.