"Er hat es selbst in der Hand"

Jugendamt: FDP steht an Brunottes Seite

Langenhagen (ok). Rückendeckung vom FDP-Regionsabgeordneten Herbert Hotje erhält jetzt der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, was dessen Kritik an der ungerechten Rollenverteilung in Sachen Jugendämtern angeht. Allerdings sollte er es nicht bei einer einfachen Forderung belassen, er habe es selbst in der Hand, noch in diesem zur Änderung einer Gesetzeslage beizzutragen. Denn: Das Regionsgesetz soll durch ein einheitliches Kommunalverfassungsgesetz ersetzt werden. ein Entwurf dazu liege vor und werde nach den Ferien im Innenausschuss des Landtages beraten werden, um das Gesetz dann Ende des Jahres zu verabschieden. Brunotte habe über seine Landtagsfraktion die Möglichkeit, eine Änderung in Sachen Jugendhilfe zu beantragen, die die Situation der Kommunen mit eigenem Jugendamt verbessere. Und Hotje hat auch gleich einen konkreten Vorschlag parat. Hotje: "Die Erstattung für eigene Jugendämter ist bisher auf 80 Prozent begrenzt. Wird der 20-prozentige Eigenanteil der Städte halbiert, so wird der Anreiz für eine eigene Wahrnehmung der öffentlichen Jugendhilfe stark erhöht, deren Durchführung die Stadt dann ja selbst in der Hand hat." Die Erhöhung von 80 auf 90 Prozent bei der Jugendhilfe werde jedenfalls von der Regions-FDP unterstützt. Und: Wenn man ehrlich rechne, werde die Verbesserung höher ausfallen als die notwendige Erhöhung der Regionsumlage.