Kampf mit dem Wasser

Langenhagen (ok). Die Stadtentwässerung kämpfte von Donnerstagnacht bis in den späten Freitagnachmittag mit den Wassermassen, verursacht von den extremen Niederschlägen, die in Langenhagen zu verzeichnen waren. "In der Nacht blieb es bis 2 Uhr relativ ruhig", so Thomas Meinecke von der Stadtentwässerung. Dann seien die Mitarbeiter aber voll gefordert gewesen, die Regen- und Schmutzwasserkanäle stiegen immer weiter, besonders der Vorfluter Wietze habe schnell einen extremen Pegelstand erreicht. Dabei habe es im Langenhagener Stadtgebiet durchaus unterschiedlich geregnet, so Thomas Meinecke, das Weiherfeld zum Beispiel sei entgegen vieler Erwartungen nicht signifikant in Sachen Niederschlag in Erscheinung getreten, am späten Freitagvormittag waren es nur noch örtlich fünf bis 15 Liter pro Quadratmeter, die niederprasselten.
Auch bei der Polizei in Langenhagen klingelte ständig das Telefon, weil besorgte Bürgerinnen und Bürger anriefen. Und die Feuerwehr Langenhagen musste ab 5 Uhr Keller auspumpen, in zwei Häusern waren es 400.000 Liter, das Wasser stand nach Auskunft von Pressesprecher Harald Garlisch rund 60 Zentimeter hoch. Schwerpunkt der Einsätze war das Gebiet Neue Bult, aber auch der Keller in der Hermann-Löns-Schule stand unter Wasser, die Niedersachsenstraße musste im Bereich der Unterführung sogar zeitweilig gesperrt werden.