Keine Flüchtlinge an der Klusriede

Langenhagen (ok). Es schien schon alles in trockenen Tüchern zu sein, aber letztendlich ist der Deal doch geplatzt. In einem Haus an der Klusriede sollten 50 Asylbewerber und Flüchtlinge unterkommen (das ECHO berichtete). Jetzt der Rückzieher des Vermieters, für "diese Klientel" gebe es keine Verwendung. Für Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnt die Arbeit nach eigenen Angaben jetzt quasi von vorn. Dabei sei der Vertrag schon "ausverhandelt" worden und habe unterschriftsreif vorgelegen, sagt eine tief enttäuschte Monika Gotzes-Karrasch. Nach dieser für die Stadt bitteren Absage rücken jetzt wieder mehrere Einzelobjekte in den Fokus, aber vor allen Dingen die Lösung an der Osterriedestraße an der Autobahn, die eigentlich als Allerletztes gezogen werden sollte. Hier sind Container geplant. Allerdings könne das Problem auch nach einem Ratsbeschluss nicht ad hoc gelöst werden; die Bestellzeit für Container liege bei etwa acht bis neun Monaten. Auch die Option Boelcke-Kaserne sei geprüft worden, hier gebe es keinen Platz mehr. Was die Abschiebehaft angeht: Es sei nicht zumutbar, Asylbewerber und Flüchtlinge in Gefängniszellen unterzubringen, da es zu "posttraumatischen Störungen" kommen könne.