Kleiner Hund totgebissen

Schulenburg (gg). Ein Yorkshire Terrier ist am Sonnabend um 23.30 Uhr auf der Dorfstraße von zwei großen Hunden totgebissen worden. Der kleine Hund befand sich nur wenige Meter von seiner Halterin entfernt, die sich, noch im Bereich ihres Grundstücks aufhielt. Die Halterin der großen Hunde war in der Nähe. Ein Hund lief frei, der Zweite hatte seine Leine losgerissen. Der Vorfall wurde bei der Polizei gemeldet, die eine „fahrlässige Sachbeschädigung“ attestierte. „Wir bedauern die Wortwahl, aber diese Bezeichnung ist vorgegeben und eine fahrlässige Sachbeschädigung ist nicht strafbar“, sagt Rüdiger Vieglahn, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im hiesigen Kommissariat, im Gespräch mit de ECHO zum Fall. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend wurde der Fall von der Polizei an die zuständige Fachbehörde gemeldet, das Veterinäramt der Region Hannover. Es gibt zwei Aufträge: Überprüfung, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt und Überprüfung der Hundehaltung. Die Pressestelle der Region bestätigt auf ECHO-Anfrage das formale Verfahren. Aus Datenschutzgründen gäbe es zum konkreten Fall keine Auskunft. Im Allgemeinen gilt: Wird bei Angreifer-Hunden eine gesteigerte Aggressivität amtlich festgestellt, kann eine Anordnung zu Maulkorb- und Leinenzwang folgen. Auch ein Wesenstest muss dann noch absolviert werden. Es gilt zudem im Allgemeinen, dass die Stadtverwaltung zusätzliche Maßnahmen anordnen kann.