Kontrovers und leidenschaftlich

Langenhagen (dl). Für hitzige Diskussionen sorgte in der Ratssitzung am Montag einmal mehr das geplante neue Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße. Die Standpunkte reichen dabei von einem völligen Ausstieg aus dem Bauvorhaben und stattdessen eine Sanierung des Bades in Godshorn bis hin zu Ausstattungsfragen im Außenbereich des neu zu bauenden Bades. Dieser Diskussionsstand spiegelt in sofern in etwa auch die Gemütslage der Einwohner Langenhagens wider. Obwohl der Neubau gemäß der – damals wie heute umstrittenen – Bürgerbefragung aus dem Januar 2012 vom Rat längst beschlossene Sache ist, wurden abermals die zum großen Teil bekannten Argumente ausgetauscht und erneut kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Dennoch stimmte nach langer Debatte die Mehrheit der Abgeordneten mit 21 Ja-Stimmen für den Beschlussvorschlag zur Vorentwurfsplanung für das Sport,- Freizeit- und Familienbad. Damit sind die Planungen freilich aber noch nicht abgeschlossen. So bleibt ein tragfähiges,
und nach dem Wunsch von Dirk Musfeldt, Grüne, nachhaltiges und ressourcenschonendes Energiekonzept einer späteren Beschlussfassung vorbehalten. Die Abstimmung lief auf Antrag namentlich und ergab eine mehrheitliche Zustimmung. Des Weiteren, so
Jens Mommsen, BBL, der in dem ihm eigenen Politikstil den Stadtbaurat Carsten Hettwer direkt angriff, fehle nach wie vor die wasserrechtliche Genehmigung seitens der zuständigen Behörden, und somit liege bei Nichterteilung der Genehmigung ein Scheitern des Projektes durchaus noch im Bereich des Möglichen. Das zweite Thema, über das zu befinden war, betrifft die Neufassung der Satzung über die Gebühren und die Nutzung der städtischen Kitas, die eine jährliche Erhöhung der Gebühren um durchschnittlich 2,5 Prozent ab dem 1. August 2014 vorsieht. Die CDU wendet sich insbesondere gegen die in der Satzung festgeschriebene automatische Gebührenerhöhung.
Der CDU-Abgeordnete Marco Zacharias hält dieses Vorgehen für bedenklich und fordert, der Rat solle sich die Entscheidung darüber nicht aus der Hand nehmen lassen. Während CDU und BBL mit Nein stimmen, befürwortet die SPD die Erhöhung als moderat. 21 Abgeordnete stimmen am Ende für die Erhöhung bei zwei Enthaltungen und 15 Nein-Stimmen. Den beantragten Zuwendungen vom Förderverein der IGS in Form von Spenden an die IGS Langenhagen sowie die Zuwendung für das „offene Klassenzimmer“ der Friedrich-Ebert-Schule vom dortigen Förderverein wurden abschließend einstimmig beschlossen.