Mutmaßliche Betrüger geschnappt

Langenhagen. Am Montagnachmittag haben Beamte der Autobahnpolizei zwei mutmaßliche Betrüger festgenommen. Das Duo steht im Verdacht, zuvor auf der Autobahn 352 unter Vortäuschung einer Notlage falschen Goldschmuck gegen Bargeld eingetauscht zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 23-Jähriger in Begleitung von zwei Bekannten (35 und 22 Jahre) mit seinem Auto auf der Autobahn 352 in Richtung Dortmund unterwegs gewesen. Gegen 17.15 Uhr bemerkte er auf dem Standstreifen in Höhe Dreieck Hannover-Nord einen Daimler
Benz mit Warnblinklicht, neben dem zwei Männer auf und ab liefen. Der 23-Jährige hielt hinter dem Mercedes an, um mit seinem 35-jährigen Begleiter bei der vermeintlichen Autopanne Hilfe zu leisten. Die beiden gaben vor, wegen Benzinmangel liegengebliebenen zu sein und Geld zu benötigen. Im Tausch boten sie ein Smartphone und "Goldschmuck" an. Nachdem sie Schmuckstücke gegen Geld ausgehändigt hatten stiegen sie in ihren Mercedes und fuhren davon. Dadurch
bemerkten die "Helfer", dass die Notlage nur vorgetäuscht war und alarmierten die Polizei. Bei der Fahndung fanden die Beamte den Daimler-Benz mit beiden Insassen wenig später auf der Autobahn 352 in Höhe der Anschlussstelle Hannover-Flughafen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden sie neben einem Smartphone-Nachbau wertlose, goldfarbene Schmuckstücke (22 Armbänder und 55 Siegelringe). Die Gegenstände wiesen eine Prägung "585" auf - diese sollte offenbar den Anschein echten Goldschmucks erwecken. Gegen die beiden 23 und
31-jährigen Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges eingeleitet. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.