Razzia in Wohnungsbordellen

Langenhagen. Jetzt kontrollierten Beamte des Hauptzollamts Hannover insgesamt sieben Wohnungsbordelle in Hannovers Nordstadt und in Langenhagen. In Langenhagen wurden sie in einer Wohnung gleich doppelt fündig. Die angetroffenen Prostituierten beziehen seit einiger Zeit beim JobCenter Hannover. Die Einkünfte aus ihrer Tätigkeit hatten sie der Behörde pflichtwidrig nicht angezeigt. Gegen beide wurden Ermittlungsverfahren wegen Betruges zum Nachteil des JobCenters eingeleitet. In einer Wohnung in der Nordstadt trafen die Beamten eine polnische Staatsangehörige an, die sich nicht ausweisen konnte. Die fahndungsmäßige Überprüfung lieferte den Grund für die fehlenden Ausweispapiere: die 25-jährige war mit einem internationalen Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben. Sie hat in Polen noch eine Haftstrafe von einem Jahr, elf Monaten und 28 Tagen zu verbüßen. Beamte des Polizeikommissariats Nordstadt nahmen die Polin daraufhin fest. Nach Vorführung beim Haftrichter wird sie in ihr Heimatland überstellt.