Stadt klagt gegen Zensus

Langenhagen (ok) Die Stadt Langenhagen wird gegen die Festsetzung des Zensus aus dem Jahre 2011 nach Eingang des Feststellungsbescheides Klage erheben, hat dann etwa noch acht Wochen Zeit, diesen Schritt zu begründen. Das Landesamt für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) will die amtliche Einwohnerzahl der Flughafenstadt nach Ankündigung auf 50.821 festsetzen. Das würde einen Verlust im Vergleich zum Melderegister von 2,7 Prozent bedeuten; im Vergleich zur Fortschreibung der Volkszählung von 1987 sogar einen Verlust von 3,7 Prozent. Verluste, die auch finanzielle Einbußen nach sich zögen, denn bei etwa 1.500 fehlenden Bürgerinnen und Bürgern sind es rund 490.000 Euro, die jährlich in der Kasse fehlen, 330 Euro pro Einwohner. Und der nächste Zensus kann noch lange auf sich warten lassen. Eine Klage scheint nach Ansicht der Verwaltung durchaus Aussicht auf Erfolg zu haben. liegt ein Standardfehler für Orte mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bei 0,5 Prozent; Langenhagen mit 0,59 Prozent außerhalb dieses Toleranzbereichs. Sollte die Stadt Langenhagen ihre Klage zurückziehen, gilt sie allerdings als unterlegen und muss mögliche Kosten des Verfahrens tragen – eine Konsequenz, die CDU-Ratsfrau Claudia Hopfe zu bedenken gab. Anwaltskosten bleiben der Kommune aber in diesem Fall erspart. Letztendlich stimmte nur Bernd Speich (FDP) gegen die Klage.