Stadtmarketing ist gescheitert

Langenhagen (ok). Mit Plan und Elan – so hieße zwei angedachte Projekte in der Ägide Schott-Lemmer – fing einst alles an, ohne Plan und Elan endet vorerst das Kapitel Stadtmarketing. In einer kurzen, aber für Viele sicher doch schmerzvollen Sitzung kristallisierte sich schnelle heraus, dass es für den Stadtmarketingverein in Langenhagen rund zweieinhalb Jahre nach seiner Gründung keine Zukunft mehr gibt. Die Mehrheit der Versammlung sprach sich für den Vorschlag von Mitglied Eckart Jakob aus. Der Rechtsanwalt hatte vorgerschlagen, die Aussprache zur zukünftigen Struktur ab, stattdessen eine neue außerordentliche Sitzung zur Auflösung des Vereins anzusetzen. Die muss nach Aussage von Bürgemeister Friedhelm Fischer innerhalb der nächsten vier Wochen über die Bühne gehen. Dann müssen zwei Drittel der 66 Mitglieder anwesend sein, ansonsten gibt es eine laut Claus Holtmann eine „scharfgeschaltete“ Versammlung, auf der auf jeden Fall eine Entscheidung fällt.
Fischer, der sich diese außerordentliche Mitgliederversammlung nach eigenen Worten gern erspart hätte, sieht trotz dieser Entwicklung weiterhin gute Ansätze, die in den Arbeitskreisen ausgebaut werden sollen. Nach einer Zeit des Nachdenkens und Überlegens solle es durchaus einen neuen Anlauf in Sachen Stadtmarketing geben. Aber Fischer versprach: „Einzelprojekte finden immer die Unterstützung der Stadt.“ Um die „kleine Flamme“ am Leben zu erhalten, hat Claus Holtmann, Vorsitzender des Langenhagener Wirtschaftsklubs, das Businessfrühstück als Forum für die Arbeitskreise angeboten. Sollte die Auflösung des Vereins beschlossen werden – und ganz danach sieht es nach einer Probeabstimmung am Donnerstag aus – muss der Verein „abgewickelt“ werden. Eine undankbare Aufgabe, die auf den „letzten Mohikaner“ im Vorstand, Günter Sachs, zukommt. Nach Aussage von Steuerberater Wendelin Schulz-Pruß liegt das Vereinskapital bei rund 30.000 Euro.