Weiter Hort im Container

Aber: CDU findet noch Haare in der Betreuungssuppe

Kaltenweide (ok). Die Hortkinder in Kaltenweide sind versorgt, die Eltern sind zufrieden, und die Variante ist auch noch kostengünstig – im Norden Langenhagens scheint in Sachen Kinderbetreuung alles in Butter zu sein. So bewertet Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr zumindest die Hortsituation. Sein Kaltenweider Kollege von der anderen politischen Seite, CDU-Fraktionssprecher Reinhard Grabowsky, findet allerdings noch ein paar Haare in der Betreuungssuppe. So fragt er sich, ob den Eltern bei ihrer Unterschriftenaktion bewusst gewesen sei, dass sie einen Hortbetrieb in Containern bis zum Sankt-Nimmerleinstag heraufbeschworen hätten. Oder hätten sie einfach nur Angst gehabt, nach den Sommerferien keinen Hortplatz für ihre Kinder mehr zu haben. Grabowsky stößt außerdem bitter auf, dass die rechtliche Vorgabe, freie Träger seien bevorzugt zu bedienen, keine Rolle gespielt habe. Dabei sei es gerade Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr gewesen, der sich noch vor einem Jahr gegen eine Dauerlösung im Container ausgesprochen habe. Grabowsky kritisierte weiterhin, dass kein vernünftiger Kostenvergleich stattgefunden habe, hob aber hervor, dass eine Weiterführung der Betreuung ohne Wechsel für die Hortkinder gut sei. Ein Argument, dass Jens Mommsen aus Hainhaus in der Einwohnerfragestunde unterstrich: Er habe selbst ein Kind im Hort Zellerie und sei mit der jetzigen Lösung sehr zufrieden.
Einstimmig haben die Fraktionen im Rat der Stadt beschlossen, dass zwei zusätzliche Hortgruppen im Container bleiben.