Wikingerschiff als Highlight

Langenhagen (ok). Der Hannoveraner trifft sich "unterm Schwanz", der Langenhagener am Wikingerschiff vor der Markthalle. Jahrelang war das Spielgerät im Stadtzentrum ein beliebter Treffpunkt, bis es vor drei Jahren abgebaut werden musste – der Zahn der Zeit hatte an ihm genagt. Doch in der jüngsten Ratssitzung hat die Mehrheit aus SPD und Grünen beschlossen, dass es ein Nachfolgemodell gibt, dafür werden 20.000 Euro in die Hand genommen. Auch der Skateplatz an der Konrad-Adenauer-Straße wird für 30.000 Euro aufgemöbelt; der Spielplatz an der Planckstraße für 80.000 Euro saniert. Investitionen und Folgekosten, die nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mirko Heuer zu hoch sind. Spielgeräte seien sicher sinnvoll, die teuerste Variante aber sicher nicht immer die beste und die billigste beileibe nicht die langweiligste. Am meisten stinkt Heuer aber, dass die CDU nicht in die Diskussion um die Prioritätenliste für Spielplätze eingebunden gewesen sei. "Da hätten wir zumindest drüber reden müssen, denn wenn wir irgendwann mal ein neues Bad haben wollen, müssen wir uns auch von Dingen verabschieden", so die Auffassung des Christdemokraten, dem auch die silberne Kugel vor der Post als Treffpunkt gereicht hätte. Anders argumentieren SPD und Grüne: Für sie ist das Wikingerschiff ein "Highlight", der Marktplatz nach Meinung des Grünen-Fraktionschefs Dirk Musfeldt ein "Aushängeschild, bei dem auf Hochwertigkeit und Qualität geachtet werden muss". Gleichwohl stimmt er Heuer zu, dass das Ende der Diskussion noch nicht erreicht sei, an der Gestaltung der Prioritätenliste noch gearbeitet werden müsse.