15-Prozent-Ouote bei Horten fällt

SPD kommt mit Wunsch nach mehr Ganztagsschulen nicht durch

Langenhagen (ok). 60 Prozent der Kinder in Ganztagsschulen betreuen – eine Idee der SPD, die bei der Mehrheit des Rates der Stadt Langenhagen nicht auf Gegenliebe stieß. 15 Prozent der Kinder sollten weiterhin in Horten betreut werden. So kommt es aber nicht. Denn mit einer Stimme Mehrheit hat sich der Vorschlag der CDU durchgesetzt, auf die 15-Prozent-Quote bei den Horten zu verrzichten und stattdessen flexibel und nach Bedarf zu reagieren. Für Dagmar Janik (SPD) ist die Ganztagsschule ein Erfolgsmodell. Claudia Hopfe, Fraktionschefin der CDU, setzt nicht nur auf die Wahlfreiheit der Schulen, sondern auch der Eltern. Nicht alle Kinder seien in der Lage, bis 15.30 Uhr in der Schule zu bleiben. Das sieht auch Andreas Eilers (WAL) so, verweist dabei vor allen Dingen auf so genannte Inklusionskinder. Dirk Musfeldt hat sich in der jüngsten Ratssitzung für eine flächendeckende Ganztagsschule ausgesprochen. Sonst könnte sich der Hortplatzmangel als Dauerproblem herauskristallisieren. Ob die Hortbetreuung qualitativ besser sei, wie Jens Mommsen (BBL) es behauptete, zweifelte Anja Sander (SPD) an. Eindeutig sei für sie aber,dass Hortbetreuung immer eine Frage des Geldbeutels sei. Einer Meinung waren aber die Ratsmitglieder, was eine Resolution der Stadt Langenhagen an das Land Niedersachsen in Sachen finanzieller Ausstattung der Kommunen angeht. So sollen gerade bei der frühkindlichen Bildung Städte und Gemeinden dauerhaft entlastet, Kosten voll erstattet und höhere Investitionskostenzuschüsse gewährt werden.