21 Prozent weniger zahlen

Die AsF-Frauen hatten die Aktion bewusst provokant angelegt.

Die AsF engagiert sich für Lohngerechtigkeit

Langenhagen. Jetzt standen die Sozialdemokratischen Frauen mit einer zum ‚Equal Pay Day‘ bewusst etwas provokant ausgerichteten Aktion auf dem Markt. „Äußerungen wie ‚das ist doch unfair‘ hörten wir an diesem Tag besonders gerne, denn die Aktion sollte symbolisch die Lohnlücke vor Augen führen“, so Dilek Yazgan, die Vorsitzende der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Langenhagen. An jenem Tag kostete der Kaffee Männer einen Euro, während Frauen getreu dem Motto wer 21 Prozent weniger verdient, zahlt auch 21 Prozent weniger, nur 79 Cent zahlen mussten. „Wer diese Differenz allein beim Kaffee schon inakzeptabel fand, kann sich nun vermutlich besser ausmalen, wie es Frauen geht, die trotz oder mit dieser Diskrepanz ihren Lebensunterhalt bestreiten.“, assoziierte Yazgan. Der ‚Equal Pay Day‘ markiert symbolisch jenen Tag, bis zu welchem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um bei gleicher Arbeit rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt männlicher Beschäftigter zu kommen. Umgerechnet waren es in diesem Jahr 77 Tage (21 Prozent von 365) und so fiel der ‚Equal Pay Day‘ auf den 18. März.