30 Sorten probiert

Aus den frischen Äpfeln kochten die Kinder im Wasserturm an der Stadtparkallee leckeres Apfelmus. (Foto: S. Brodersen)

Rudi-Rotbein-Gruppe genoss den Apfeltag

Langenhagen. Nun trafen sich die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe morgens, um gemeinsam über den Markt zu gehen. So zogen die sechs Kinder mit ihren Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen von Stand zu Stand, um das Apfelangebot zu notieren, zu probieren und auch zu kaufen.
An allen Ständen wurde die Gruppe freundlich empfangen und jedem Kind wurden Apfelschnitze der unterschiedlichsten Sorten angeboten und neugierige Fragen beantwortet. So gab es Bioland-Äpfel, die nach strengen Bio-Richtlinien gezogen werden und auch ein großes Angebot an Äpfeln aus dem Alten Land, die dort von den Anbietern selbst geerntet worden waren. Die Entscheidung fiel da manchmal schwer, sich auf eine Sorte zu einigen. Die Kinder entschieden sich schließlich an dem ersten Stand für den Elstar, am zweiten war es der Honeycrisp und am dritten der Cox Orange. Mit der Beute ging es dann zu Fuß Richtung Wasserturm.
Auf die Frage: „Machen wir dann das Apfelmus?“ zwinkerte Christine Pracht nur und kündigte eine Überraschung an. Die Freude war dann groß, als der Überraschungsgast Beate Neubauer drei Obstpflücker für die Kinder bereit hielt. Mit gewagten Trage- und Pflückmanövern wurde auf der Obstbaumallee dann noch der ein oder andere Apfel geerntet und glücklicherweise kam keiner der vorbeiradelnden Radfahrer dabei zu Fall. Da es recht frisch war, lockte allerdings bald der geheizte Gemeinschaftsraum im Wasserturm.
Silke Brodersen hatte noch einige Apfelsorten mitgebracht. Insgesamt hatten die Kinder an diesem Tag 30 Apfelsorten vor Augen. Die Namen gingen von Alkmene und Ariwa über Delba und Golden Delicius bis zu Rubinola, Topaz und Winterglocke. Ob groß oder klein, ob rot, grün oder gelb, ob rund oder oval, ob süß oder säuerlich, jeder Apfel hatte seinen Reiz und es wurden viele probiert.
Nebenbei wurde noch eifrig Fallobst und die eigene Ernte geschnippelt. In der neu eingerichteten Küche der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL), die stets gastfreundlich ihre Räume für den NABU zur Verfügung stellt, wurden die Äpfel mit etwas Wasser gekocht und anschließend zu Mus verarbeitet. Das warme Apfelmus mit Zimt und Zucker verfeinert war für alle ein wahrer Genuss.