389 Frauen suchten Hilfe

Ophelia – Fallzahlen des vergangenen Jahres

Langenhagen. Seit 25 Jahren ist das Ophelia Beratungszentrum Langenhagen, früher Frauennotruf, in der Ostpassage 9 Anlaufstelle für Frauen, die jede Art von Gewalt (ob körperlich, seelisch oder sexualisiert), sexuelle Belästigungen, Stalking und ähnliches erlebt haben. Die derzeit geführten Debatten über die Ereignisse zum Jahreswechsel in Köln und anderen Großstädten zeigen, wie wichtig die Arbeit der Beratungsstelle ist. Ophelia ist nicht nur die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) im Norden der Region Hannover, die mit Betroffenen nach einem Polizei-Einsatz Kontakt aufnimmt und Hilfe anbietet. Das Beratungszentrum kann auch von Frauen und Mädchen ab 13 Jahren eigenständig unter Telefon (0511) 7 24 05 05 kontaktiert werden und bietet, auf Wunsch auch anonym, Unterstützung – nicht nur in Akutsituationen, sondern auch, wenn belastende Erlebnisse länger zurückliegen.
Im Jahr 2015 erhielt Ophelia 263 Polizeimeldungen zu häuslicher Gewalt (BISS), von denen 155 der betroffenen Frauen ihren Wohnsitz in Langenhagen haben. Andere Betroffene, die im Rahmen der BISS-Arbeit beraten wurden, kommen aus den Gemeinden Wedemark, Burgwedel, Isernhagen, teilweise sogar Hannover. Insgesamt konnte Ophelia innerhalb der BISS-Arbeit 210 Frauen mit einem Beratungsangebot erreichen. Zu den Frauen, die über den pro-aktiven Ansatz den Weg in die Beratungsstelle gefunden haben, kommen weiterhin 180 Selbstmelderinnen ab 13 Jahren, die verschiedene Formen von Gewalt erlebt und das Beratungszentrum Ophelia selbständig kontaktiert haben.
2015 haben insgesamt 389 Frauen aus der Region und Hannover die persönliche oder telefonische Beratung von Ophelia in Anspruch genommen. Hiervon stammen 263 Frauen aus Langenhagen.