40 Minuten im Fahrstuhl gefangen

Die aus dem Fahrstuhl befreite Frau wurde in der Markthalle vom Rettungsdienst betreut. (Foto: G. Gosewisch)

Feuerwehr-Einsatz in der Markthalle, eine Person befreit

Langenhagen (gg). Rettung in höchster Not leisteten die Feuerwehr-Männer am Donnerstagmittag in der Markthalle. Der Fahrstuhl steckte fest, gefangen darin war eine ältere Dame mit Kreislaufproblemen. Stress und Angst im gefangenen Zustand setzten ihr erheblich zu.
Gegen 12.15 Uhr ging der Notruf bei der Ortsfeuerwehr ein. Ein Markthallen-Besucher hörte ein Alarmsignal am Fahrstuhl. Per Knopfdruck hatte die Eingeschlossene dieses ausgelöst. Sie hatte zudem versucht, mit heftigem Klopfen an die Türen auf sich aufmerksam zu machen. Umgehend wählte der Besucher den Notruf, fragte auch bei den Markthallen-Gastronomen nach Hilfe. Sie riefen den MBL-Sicherheitsdienst zu Hilfe. Feuerwehr-Einsatzleiter Jürgen Menzel ließ zwei Einsatzfahrzeuge mit vier Mann Besatzung ausrücken, war nur wenige Minuten später am Einsatzort. Er selbst hat eine Spezial-Ausbildung zur Fahrstuhl-Technik, die er im Ehrenamt für die Feuerwehr zusätzlich absolviert hat. So konnte er im Maschinenraum im Keller tätig werden, stellte auf manuelle Steuerung um und ließ die Kabine, die zwischen den Stockwerken hing, auf Etagenniveau fahren. Dort konnten die Türen geöffnet werden. Glück für die Gefangene. „Länger hätte ich es nicht ausgehalten, ich habe keine Luft gekriegt“, sagte sie bei ihrer Befreiung. Sie war sichtlich angeschlagen von dem Stress zuvor. Etwa 40 Minuten war sie in der beängstigenden Notsituation. Der hinzugerufene Rettungsdienst kümmerte sich um sie. Einsatzleiter Jürgen Menzel ließ den Fahrstuhl komplett sperren. Eine technische Überprüfung wurde angewiesen.