60 Kandidaten formen Zeichen

Mit dem Wort MIT verbanden die Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl auf dem Kirchplatz der Elisabethgemeinde ihre Hoffnung auf Beteiligung in den Gemeinden. (Foto: Bastian Hähling)

Wahl der Kirchenvorstände steht bevor

Langenhagen-Wedemark. Rund 60 Menschen formten auf dem Kirchplatz der Elisabethgemeinde Buchstaben für das Wort "MIT“ beim Treffen der Kandidaten für die Kirchenvorstände. Sie wollten ein Zeichen des Aufrufs setzten für die insgesamt 18 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, in denen am 11. März die Kirchenvorstände gewählt werden - denn Mitmachen ist erwünscht. Herzlich begrüßt wurden sie von Superintendent Holger Grünjes, der ihnen für ihre Bereitschaft zum Engagement in der Leitung ihrer Gemeinden dankte. Kirche in einer zunehmend säkularen Welt sei ebenso Herausforderung wie Chance, wenn die Bereitschaft zur Veränderung vorhanden sei, so der Superintendent.Einer der Kandidaten auf dem Kirchplatz ist Joachim Kleinwächter aus der Emmaus-Kirchengemeinde, seit 2005 Mitglied des Kirchenvorstandes seiner Gemeinde. „Die Arbeit im Kirchenvorstand lässt mich meinen Glauben und eine ehrenamtliche Tätigkeit gut miteinander verbinden“, sagte er. Einen Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit seiner Kirchengemeinde sieht er darin, die Bau- und Renovierungsmaßnahmen von Gemeindehaus und Kirche und die damit verbundenen Beeinträchtigungen zu bewältigen und gleichzeitig die Gemeinde lebendig zu halten.
Hans-Reinhard Verworn kandidiert zum ersten Mal für den Kirchenvorstand der Elisabeth-Gemeinde und nutzte das Treffen der Kandidaten im Anschluss an den Fototermin, um bei Kartoffelsuppe und Kaffee mit Sigrid Neumann in das Gespräch zu kommen. Sie bringt bereits sechs Jahre Erfahrung aus der Kirchenvorstandsarbeit mit und bestätigte das, was Hans-Reinhard Verworn zu seiner Kandidatur bewogen hat: „Die Aufgaben der Kirchenvorstände sind unglaublich vielseitig.“ Ute Rodehorst, Kirchenvorsteherin aus der St.-Marien-Kirchengemeinde Isernhagen, ist das gute Miteinander und die Beteiligung vieler Menschen an Entscheidungsprozessen wichtig: „Ich war in den vergangenen sechs Jahren an allen wichtigen Entscheidungen meiner Kirchengemeinde beteiligt und konnte mich persönlich einbringen“, sagte sie. Allen Kandidaten gemeinsam ist die Hoffnung auf eine breite Beteiligung der Gemeindemitglieder an der Kirchenvorstandswahl am 11. März, um daraus Rückhalt für die eigene Arbeit in der Gemeindeleitung zu bekommen.
„Und warum haben Sie sich zu dem Wort MIT aufgestellt und nicht zu einem Kreuz?“, fragte eine Passantin, die am Sonnabend über den Kirchplatz geht. Die Antwort ist klar: „MITmir“ ist das Motto der Kirchenvorstandswahl 2018; überall in der hannoverschen Landeskirche werben Gemeinden und Kirchenkreise mit diesem einladenden MIT für die Wahl.