60 weitere Schutzsuchende angekommen

Rund 100 Flüchtlinge sind am Montagvormittag in die Notunterkunft in der Hans-Böckler-Straße eingezogen. (Foto: Johanniter)

Notunterkunft in der Hans-Böckler-Straße seit Sonnabend vorbereitet

Langenhagen. Die Anreise erfolgte die in den Morgenstunden: Im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport erreichten heute zwei Busse mit rund 60 Schutzsuchenden die Notunterkunft in Langenhagen. Vorwiegend handelt es sich dabei um Menschen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Unter den Neuankömmlingen sind viele Familien. Die Johanniter aus dem Nordhannoverschen Ortsverband haben mit Unterstützung der Bundeswehr in der Notunterkunft für Flüchtlinge in Langenhagen zusätzlich rund 110 Schlafgelegenheiten geschaffen.
Doppelstockbetten wurden aufgestellt, Stromleitungen verlegt, Hygienesets mit Handtüchern, Seife und Zahnpflegeartikeln gepackt: Für die Neuaufnahme von Flüchtlingen in der Notunterkunft Langenhagen ist seit Sonnabend alles vorbereitet. Rund 15 zusätzliche Kräfte, auch anderer Hilfsorganisationen, und Ärzte hielten sich für die Aufnahme bereit, bis am späten Nachmittag durch das Ministerium für Inneres und Sport darüber informiert wurde, dass an diesem Wochenende keine Busse mit Schutzsuchenden in Langenhagen ankommen würden.
Einzig ein Reisebus des Radiosenders ffn hielt am Sonntag vor der Notunterkunft. Unter dem Motto „Gemeinsam Spaß“ bietet er gemeinsam mit seinen Partnern Flüchtlingen die Möglichkeit, zusammen mit anderen Familien einen Tag im Serengeti-Park Hodenhagen zu verbringen. Am Sonntag waren unter den Teilnehmern Familien aus der Langenhagener Einrichtung.
Bei der Aufnahme wurden die Johanniter von rund zehn ehrenamtlichen Dolmetschern aus der Bevölkerung unterstützt. Ihnen sprach Andreas von Wick, Zugführer im Nordhannoverschen Ortsverband der Johanniter, seinen Dank aus. "Es ist für die Ankommenden eine große Erleichterung, dass wir ihnen in ihrer Muttersprache erklären können, dass sie willkommen und wie die nächsten Schritte sind." Um in der Notunterkunft aufgenommen zu werden, ist zunächst ein medizinischer Check der Flüchtlinge vorgesehen. Im Anschluss erfolgt die Ausstellung eines Hausausweises. Die Aufnahme erfolgte während des Regelbetriebes der Einrichtung. Zusätzlich wurde das Team vor Ort von sieben weiteren ehrenamtlichen Johannitern und zwei Ärzten unterstützt.
Insgesamt haben jetzt in der Notunterkunft Langenhagen 280 Schutzsuchende Obdach gefunden.
20 Sozialbetreuer – inklusive pädagogischem Koordinator– Dolmetscher und medizinisches Fachpersonal in der eingerichteten ambulanten Sanitätsstation sowie die Einrichtungsleitung kümmern sich hauptamtlich um die Anliegen der Gäste, begleiten und erklären den Alltag. Ergänzt wird das Engagement der Johanniter in der Flüchtlingshilfe durch die Angebote von Ehrenamtlichen aus der Bevölkerung. Wer sich ebenfalls in der Flüchtlingshilfe engagieren möchte, kann sich bei der Koordinierungsstelle der Johanniter melden unter Telefon (0511) 67 89 66 33 oder per E-Mail an fluechtlingshilfe.nb@johanniter.de.