600 Haxen und schwungvolle Musik

Kontaktbeamter Heinz Vogeler( rechts) ist seit 25 Jahren an der Spitze des Ausmarsches anzufinden. Dafür wurde er jetzt von der Schützen-Gemeinschaft geehrt.Fotos: K. Raap
 
Oberschützenmeister Heiner Rust, hier beim Ausmarsch, führte fünf Tage lang erfolgreich Regie beim großen Fest.

Fröhliches Fest der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen

Langenhagen (kr). Fünf Tage lang bestimmte die Schützen-Gemeinschaft Langenhagen eindrucksvoll das Geschehen im Stadtzentrum. Sie tat das bei ihrem 52. gemeinsamen Fest, das zum fünften Mal auf dem Parkplatz zwischen CCL und Bothfelder Straße über die Bühne ging. Über die traditionelle festliche Eröffnung im Rathaus-Innenhof mit dem sich anschließenden fröhlichen Bieranstich durch Bürgermeister Friedhelm Fischer im modernen Festzelt, verbunden mit der Musik des Blasorchesters der Stadt Langenhagen, berichtete das Langenhagener ECHO bereits in der Sonnabendausgabe. Ganz oben in der Beliebtheitsskala stand erneut der große Haxenabend, veranstaltet als „Industrie-, Handels- und Handwerkertag“ mit vielen Gästen aus Langenhagener Unternehmen. Entsprechend lang gestaltete sich die Begrüßungsrede von Oberschützenmeister Heiner Rust. Die Schirmherrschaft hatte erneut Sonja Vorwerk-Gerth mit ihrem Pflegedienst übernommen, was bedeutete, dass sie erneut die Musik sponserte. Und für die waren auch in diesem Jahr die beliebten „Bayernstürmer“ zuständig. Nachdem die Besucher im dicht gefüllten Zelt rund 600 vorzügliche Haxen verspeist hatten, hieß es Partytime. Getanzt wurde bis weit nach Mitternacht. Ebenso am Sonnabend, als die Showband „Borderliner“ das Kommando übernahm, der Besuch allerdings unter dem schlechten Wetter litt. Als überaus bewährte Mischung aus Essen, Musik und Ehrungen erwies sich auch diesmal der als „Schützenschmaus“ betitelte Sonntagmittag. Reißenden Absatz fanden die leckeren Rouladen. Für den musikalischen Rahmen sorgte das bestens aufgelegte Jugend-Blasorchester Lucka unter der Leitung von André Taube, das seit Jahren engagiert und gesponsert wird vom Langenhagener Unternehmer Uwe Eikemeier. Ein besonderer Gruß galt vielen Ehrengästen unter ihnen die beiden Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und Rainer Fredemann, Elke Zach von der Region Hannover, Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Willi Minne, Krähenwinkels Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel , Kreisoberschützenmeister Matthias Böttcher und Regionssportbund-Vorsitzender Joachim Brandt.
Hochleben ließen die Besucher dann den Überraschungs-Bürgerkönig Wilhelm Behrens und die Majestäten des Jahres 2014. Mit der goldenen Ehrennadel der Schützengemeinschaft für ihr engagiertes Wirken wurde Sonja Vorwerk-Gerth ausgezeichnet. Und wenige Minuten später wurde sie gemeinsam mit Benjamin Frede vom SV Brink zu Kätzchen und Kater gekürt, nachdem sie während des Festes ihr besonderes Talent zum Feiern bewiesen hatten. Eine weitere Ehrennadel ging an den Kontaktbeamten Joachim Vogeler, der seit 25 Jahren die Marschmusik der Vereine auf Langenhagens Straßen anführt und sichert. Mit Ehrennadeln bedacht wurden dann noch zwei Dutzend Vereinsmitglieder aufgrund ihrer langjährigen Vereinszugehörigkeiten. Diese Namen veröffentlichen wir in der nächsten ECHO-Ausgabe. Der große Festumzug mit vielen Gastvereinen startete um 15.30 Uhr und am Rathaus und wurde von den Schaulustigen mit großem Beifall bedacht.
Hoch her ging es in den internen Königsfeiern der drei Vereine. So schlug Harald Nafziger als Pirat Jack Sparrow mit seinem Holzschwert Heiner Rust zum Brinker Schützenkönig. Die heiligen drei Könige mit Anette Müller-Flaig, Carola Nafziger und Nicole Staub besuchten die Brinker Königin Julia Ertmer. Der Langenforther Schützenchef Michael Freiberg brachte gemeinsam mit Hermann Brand und Norbert Naethe mit vielen lustigen Sprüchen die Scheibe bei Horst Neure an, der zum zweiten Mal in Folge König wurde. Bei der Schützengesellschaft Langenhagen geriet das Aufhängen der Scheibe zu einer Familienfeier, denn König Wilhelm Fricke und Königin Monika Patz sind Vater und Tochter. Wilhelm Fricke errang den Titel jetzt zum fünften, seine Tochter nun schon zum siebten Mal. Aber zum ersten Mal klappte das im selben Jahr. Das schafften übrigens im Jahr 2008 schon einmal zwei Familienmitglieder, nämlich Peter Patz und seiner Schwiegermutter Magdalena Fricke. Als gewitzter Moderator glänzte Vorsitzender Jörg Nevermann. Als er Wilhelm Fricke nicht nur zum „Guten Geist des Vereins“ deklarierte, sondern ihn auch noch entsprechend einkleiden ließ, kannte das Gelächter keine Grenzen. Und Wilhelm Fricke musste sich in seinem Horrorkostüm auch noch beim gemeinsamen Essen im Schützenhaus vorstellen.