Abendessen mal anders

Eine Tafel für den guten Zweck. 1.200 Gäste genossen in der Abflugebene des Airports einen besonderen Abend mit einem ungewöhnlichem Abendessen. (Foto: D. Lange)

Charity-Brotzeit am Flughafen

Langenhagen (dl). Über rekordverdächtige 440 Meter schlängelten sich die Tische und Bänke in der Abflugebene durch alle drei Terminals. An der langen Tafel, gedeckt „mit norddeutschem Abendbrot“, hatten 1.200 Gäste Platz genommen, die einmal ein ganz besonderes und bisher einmaliges Abendessen erleben wollten. Der Flughafen und das Maritim Airport Hotel, wo die Idee zu der Tafel ursprünglich auch entstanden ist, hatten zu dieser ungewöhnlichen Charity-Brotzeit am Airport eingeladen. Und das für einen guten Zweck. Der Reinerlös aus dem Ticketverkauf geht an das Aegidius-Haus Auf der Bult in Hannover zugunsten schwerstbehinderter Kinder. Das Haus gibt den Eltern und Angehörigen der Kinder die Gelegenheit, einmal Urlaub zu machen von der schweren und aufreibenden Pflege, um sich zu erholen und auch wieder neue Kraft zu tanken. Auf eine Eintragung ins Guiness-Buch der Rekorde verzichtete man daher wohlweislich zugunsten des Charity-Gedankens. „Zu teuer und zu aufwendig“, hieß es von Seiten des Airports dazu. So ließen sich die Gäste ihr Abendessen mit Käse, Wurst, Fisch und Rohkost schmecken, plauderten miteinander und genossen den Abend. Der Flugbetrieb wurde dadurch natürlich nicht beeinträchtigt und lief ganz normal weiter. Nur die Reisenden werden zuhause was zu erzählen haben: „Also in Langenhagen, da haben sie was ganz Tolles. Da kann man auf dem Flughafen sogar picknicken.“