Abenteuerland wurde Indianerland

Ytongsteinschnitzer:( von links) Dominik, Alexander und Timm im Abenteuerland.

130 Kinder kamen zum neuen Spielplatz

Langenhagen. Damit hatte der Verein Abenteuerland beim Indianerfest nicht gerechnet - um 16.10 Uhr kam die Meldung: "Stockbrotteig alle!" "Wir hatten mit rund 70 Kindern gerechnet und kamen zum Schluss auf die stattliche Anzahl von 130 Kindern, die mit Indianerkopfschmuck und passend geschminkten Gesichtern unser Gelände gestürmt haben", freut sich der Vereinsvorsitzende Mirko Heuer. Dabei war neben dem Stockbrot-Backen das Ytongstein-Schnitzen der große Renner. Eigentlich sollte ja ein Totem aus den Steinen erarbeitet werden, aber die kleinen Künstlerinnen und Künstler blieben eher bei Herzen und Tieren, was dem Spaß natürlich keinen Abbruch tat. Viele Eltern waren erstaunt, dass ihren Kindern die selbst gekochte Gemüsesuppe so gut schmeckte - vielleicht deshalb, weil sie ihre selbst geschnittenen Möhren oder Kartoffeln herausgeschmeckt haben? Nicht selten war es für die Kinder der "Erstkontakt" mit Sellerie oder Porree. Letztendlich schmeckt es doch in Gemeinschaft am besten und so wurden dann mehr als 40 Liter Suppe, die in einem holzkohlebefeuerten Kochtopf zubereitet wurde, kostenlos an die Kinder ausgegeben - dabei ließen es sich auch die Eltern schmecken. Der große Anziehungspunkt war natürlich das Lagerfeuer, das die ganze Zeit über für Stimmung sorgte - hier konnten die Kinder selbstverständlich auch selbst Holz nachlegen, welches in großen Mengen vorher gespendet wurde. Wer alle Angebote wie zum Beispiel Hufeisenwerfen, Pferde fangen oder Pickvogel durch gespielt hatte, erkundete auf eigene Faust das weitläufige Areal, saß im selbst gebauten Tipi, balgte sich im Stroh oder erklomm die Abenteuerland-Mountains. Offensichtlich hat es allen viel Spaß gemacht, denn obwohl das offizielle Ende um 17 Uhr geplant war, hielt es viele noch deutlich länger auf dem Platz und auch die Betreuer hielten durch. Das oft gehörte "Danke schön", als die Eltern mit ihren Kindern die Veranstaltung verließen, macht die Veranstalter zuversichtlich, dass sie auf dem richtigen Weg sind - und auf dem wollen sie auch bleiben. Bis zum ersten "normalen" Öffnungstag am 20. September werten die zukünftigen Betreuer jetzt noch die vielen Rückmeldungen aus der durchgeführten Befragung aus, um das zukünftige Angebot an die Wünsche der kleinen Abenteurer anzupassen.