Abstellplätze für Fahrräder

Befragung am S-Bahnhof-Mitte.

Mirko Heuer: Umfrage am S-Bahnhof Stadtmitte

Langenhagen. Zwei Tage lang hat CDU-Ratsherr Mirko Heuer mit einem Team von Unterstützern an der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte Fahrradfahrer befragt. Dabei ging es sowohl um Fahrradverkehr in Langenhagen im Allgemeinen, als auch um die Abstellmöglichkeiten am S-Bahnhof im Besonderen. Hintergrund der Befragungen war eine Ausarbeitung der Stadtverwaltung, die verschiedene Vorschläge für eine Erweiterung der Fahrradstellplätze am S-Bahnhof enthielt und die auf Anregung des Seniorenbeirates entstanden war. „Die Verwaltung kam in ihrer Darstellung zwar zu dem Schluss, dass es an Abstellplätzen mangele, eine Erweiterung aber ausschließlich auf der Mittelinsel möglich sei. Eine konkrete Handlungsempfehlung wurde jedoch nicht ausgesprochen, und seit fast einem Jahr ist jetzt nichts weiter passiert. Deshalb wollten wir wissen, ob zusätzliche Stellplätze an dem Standort, den die Verwaltung vorgeschlagen hat, überhaupt angenommen würden und welche Abstellmöglichkeiten als sinnvoll angesehen werden“, erläutert Mirko Heuer den Hintergrund der Befragung. Bei den gestellten Fragen ging es unter anderem um die maximale Entfernung, die die Nutzer bereit waren für einen Stellplatz zurückzulegen, um Stellplatzüberdachung, Lademöglichkeiten für E-Bikes und die grundsätzliche Zufriedenheit mit der Situation vor Ort. Als wichtigstes Ergebnis hält Heuer fest, dass es die Fahrradfahrer an diesem Haltepunkt überwiegend eilig haben: „Wer morgens die S-Bahn erwischen muss, ist nicht bereit weite Wege zu gehen, weil das zu viel Zeit kostet. Da nutzen super Stellplätze auf dem hinteren Teil der Mittelinsel gar nichts, weil die Räder aus Zeitgründen doch wieder an den Baumschutzgittern angeschlossen würden.“
Die Befragung ergab weiterhin, dass sich der größere Teil der Nutzer (57 Prozent) überdachte Abstellplätze wünschen und diese auch anfahren würde, sofern sie auf dem vorderen Teil der Mittelinsel gebaut würden. Immerhin 20 Prozent der Teilnehmer könnten sich vorstellen, eine abschließbare Fahrradgarage anzumieten, die Preisgrenze läge aber für die meisten (71 Prozent) bei 5 Euro pro Monat. Mit der Gesamtsituation im Stadtgebiet waren fast alle Befragten grundsätzlich zufrieden. „Wir haben während unserer Aktion zwar nur rund einhundert Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer befragen können, ich halte das Ergebnis aber trotzdem für repräsentativ, da sich das Ergebnis von Tag eins zu Tag zwei nur unwesentlich geändert hat“, resümiert Mirko Heuer und stellt auf Basis der Ergebnisse eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung in Aussicht, damit endlich Bewegung in die Sache kommt.